"Herr, gib uns immer dieses Brot!"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
"...................................Auch in unseren menschlichen Beziehungen ist es ähnlich. Geht es mir um das, was ein anderer mir geben kann, was ich von ihm haben will, oder geht es mir auch und vor allem um den anderen als Person? Eine echte Freundschaft fragt nicht zuerst nach dem Nutzen, den der oder die andere mir bringt. Sie freut sich absichtslos und uneigennützig an seinem Gegenüber. „Was sucht ihr?“ Diese Frage stellt uns Gott durch Jesus bis heute.
„Was müssen wir tun?“ fragen im Evangelium wiederum die Leute. Jesus erklärt es ihnen in der sogenannten Brot-Rede. Brot war und ist bis heute eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Dabei ist Brot unspektakulär: Kein feiner Braten, keine Süßspeise, keine saftige Frucht. Brot ist schlicht und einfach – jedoch, es ist lebensnotwendig. Weil es aber für uns, in unserer wohlhabenden Gegend, so selbstverständlich ist, wird es oft kaum mehr geschätzt. Damals jedoch haben die Leute die Bedeutung von Brot noch viel mehr gekannt, so wurde sogar der Arbeitslohn in Brot berechnet. Ein Denar entsprach einer Tagesration Brot.
Jesus bezieht sich als Ausgangspunkt seiner Brot-Rede auf die Rettungstat Gottes an Israel bei der Wüstenwanderung durch das Manna. Jener Speise, die jeden Morgen von den Israeliten gesammelt werden konnte. Was er uns damit sagen will: Wir dürfen und sollen aus dem tiefen Vertrauen leben, dass Gott, unser Vater, für uns sorgt – Tag für Tag aufs Neue. ......"
Aus den Predigtgedanken von Dr. Wolfgang Traunmüller