Sie erkannten Jesus, als er das Brot brach.
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken
"..........Und sie berichten von Begegnungen. Sie erzählen von ihr dadurch, dass sie uns Menschen vorstellen, die vom Glauben an die Auferstehung ergriffen wurden. Eine Geschichte nach der anderen wird erzählt, wie der Auferstandene Menschen begegnet und ihr Leben verändert.
Jede dieser Geschichten ist neu, ähnlich und doch wieder anders erzählt, individuell, subjektiv, maßgeschneidert: Die Emmaus-Jünger begleitet er auf einem schweren Weg und gibt sich ihnen im Teilen des Brotes zu erkennen.
Die Frau, die am Ostermorgen vor dem Grab steht, und denkt, dass sie dem Gärtner gegenübersteht, spricht er mit Namen an: „Maria!“ – der Klang ihres Namens aus seinem Mund trifft sie mitten ins Herz.
Dem zweifelnden Thomas hält er seine Wundmale hin.
Und die Geschichten reihen sich aneinander, so als würden sie darauf warten, dass wir unsere eigene Geschichte, unsere eigene Begegnung mit dem Auferstandenen dazu tragen, dem „Zug zum Leben noch einen Wagon anhängen“. Denn die Geschichte des Auferstandenen hört nicht bei den ersten Zeuginnen und Zeugen auf, sie zieht sich durch die Geschichte, bis herauf in unsere Tage, bis hierher nach Eferding. Wenn es nicht so wäre, dann wäre unser Zusammensein jetzt wahrlich vergeudete Zeit.
Die Kreuzigung war ein öffentliches Spektakel. ......"
Aus den Predigtgedanken von Dr. Josef Keplinger