"Alle suchen dich."
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"...........Glauben heißt nach Markus: ins Vertrauen finden, auf Gott vertrauen, sich und sein Leben an Gott festmachen gegen alle Mächte, die sich dem Leben in Weg stellen.
Gleich am Beginn des Markusevangeliums wird uns vor Augen geführt, dass Jesus gegen alles auftritt, was dieses Vertrauen erschüttert oder erschwert.
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen, du, der Heilige Gottes? Das ist eigentlich ein Widerspruch: Der Heilige Gottes, der ins Verderben stürzen will?
Das Dämonische ist nicht die Verführung zur Sünde, sondern der lebensfeindliche Geist, der den Menschen schädigt, es ist der Mief der Gottesangst, der sich – und das ist wiederum bezeichnend für den Beginn des Markusevangeliums – spürbar am Sabbat breit macht. Was ist das für eine Gottesvorstellung, die Angst und Schrecken verbreitet, die an Untergang und Verderben denkt?
Wo dieser Negativgeschmack am Sabbat in der Synagoge ist, dort ist das Reich Gottes noch nicht nah, das ist nicht der „Sabbatgeist“.
Worum geht’s am Sabbat, was feiern Juden am Sabbat? Der Jude vergegenwärtigt sich die geschenkte Ruhe am siebten Tag, der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und er denkt an und dankt für die Gabe der Tora.
Dafür gibt es zwei Säulen: Die Synagoge und die Familie...................."
Aus den Predigtgedanken von Pfarrvikar MMag. Klaus Dopler