"Mir geschehe, wie du gesagt hast!"
Das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen
"Lebensplanung – ein Wort, das wir heute oft hören. Wir planen oder verplanen das Leben und hoffen, dass sich alles so erfüllt, wie geplant.
Sehr oft hören wir das Wort Lebensplanung aber im negativen Sinn: das passt gar nicht in meine Lebensplanung, sei es ein unerwartetes Kind, ein Unfall eine Krankheit – es wird als Lebenszerstörung, als Unheil betrachtet! Die Botschaft des heutigen Sonntages möchte uns ermuntern, Störungen, Lebensänderungen auch positiv zu sehen!
Wir erleben Gott als Störfaktor in der Lebensplanung einer jungen Frau aus
Nazareth mit Namen Maria! Der Evangelist Lukas erzählt uns die Geschichte
einer schicksalshaften Begegnung, von der wir lernen können, wie Begegnungen gelingen und das Leben verändern. Wir würden heute sagen, dass 2 Kommunikationsprofis am Werk sind: der Bote Gottes: Gabriel – sein Name heißt:
Kraft Gottes, ein starker Typ, mit dem die Kraft Gottes zum Menschen kommt – und Maria, eine hörende, aufmerksame, aufnahmebereite junge Frau!
Begeben wir uns hinein in diese Begegnungsgeschichte: Maria ist zuhause, sie lässt den Boten ein, sie fertigt ihn nicht an der Haustüre ab! Ein jüdisches Sprichwort sagt: „Gott wohnt da, wo man ihn einlässt!“ Maria lässt sich stören unterbrechen. Sie hört sich an, was der Briefträger Gottes bringt, worum es geht. Gott diktiert nicht von oben, befehlend – und der Bote hat gute Manieren: er grüßt - die Höflichkeit ist Ausdruck des Respektes, der Hochachtung. Martin Luther übersetzt: grüß dich Gott, liebe Maria! Du brauchst keine Angst zu haben – fürchte dich nicht! ....."
Aus den Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd