"Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist."
Wachsam sein und Acht geben, das ist der Auftrag des heutigen Sonntagsevangeliums.
Das Sonntagsblatt zum 1. Adventsonntag finden Sie HIER
"Advent – Zeit des Wartens, Erwartens! Was erwarten wir eigentlich? Erwarten wir etwas oder jemanden? Erwarten wir denn als adventliche Menschen einen Retter?
„Da wohnt eine Sehnen tief in uns“ singen wir in einem bekannten Kirchenlied – ein Sehnen nach Heilung, nach Ganzsein,… Tragen wir in uns eine Sehnsucht nach Heilung, nach Heil, nach einem Heiland?
Manchmal stelle ich mir die Frage, wie war das eigentlich in der Zeit vor Jesus, die geprägt war von einer großen Messias-Erwartung. Von der Sehnsucht nach einem Retter, Erlöser, Heiland – von der Sehnsucht nach einem Heil–Land!
Ein Heil-Land, in dem die trennenden Grenzen zwischen arm und reich, angesehen und unbedeutend, benachteiligt und bevorzugt, überwunden sind; wo sogar die Grenze zwischen Leben und Tod aufgehoben ist, wo also alles heil ist.
Ja, es gab und gibt diese Sehnsucht der Kranken und Beeinträchtigten, der in der Bibel erwähnten Blinden, Lahmen, Taubstummen,…, der Kleinen und Unbedeutenden wie Kinder und Frauen zur Zeit Jesu, der Benachteiligten und Ausgeschlossenen wie Zöllner und Sünder, der Armen und Entrechteten, mit denen niemand Tischgemeinschaft pflegt.
Es gab und gibt die Sehnsucht derer, die nicht entsprechen, die keinen Platz finden, nicht ins System passen, denen der Anteil am guten Leben versagt war und ist, die Sehnsucht der Sinnsuchenden – damals wie heute. Sie tragen die Sehnsucht nach einem Heiland, nach einem Heil – Land in sich. Damals und auch heute in dieser krisengebeutelten Zeit. ....."
Aus den Predigtdedanken von Pfarrvikar MMag. Klaus Dopler