"Geht an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle ein ...!
".....Auch im Evangelium geht es um ein Mahl, ein Hochzeitsmahl. Aber ist diese Geschichte eine Hoffnungsgeschichte, eine Frohbotschaft?
Biblische Texte sind Gottes Wort in Menschenwort. Sie sind von Menschen ausgewählt und geschrieben, sind geprägt von der Zeit, von den Erfahrungen ihrer Schreiber.
Der heutige Abschnitt wurde nachösterlich zusammengestellt und verwendet überlieferte Geschichten von Jesus. Auch die Erfahrung des Autors ist eingeflossen. Von daher sollten wir die Texte nicht wörtlich nehmen, aber wir sollten sie ernst nehmen und versuchen, ihren Sinn für uns heute zu entdecken.
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen.“ So geht es los. Der König will ein Fest feiern, sein Sohn feiert Hochzeit. Damit vergleicht Jesus das Himmelreich: Der König lädt ein, das Reich Gottes kommt.
Das kennen wir. Ein Fest beginnt mit Vorfreude und Festvorbereitungen. Es fängt bereits an, bevor es losgeht. Schon in der Gegenwart beschäftigt es uns.
Aber: Es kommt keiner. „Sie aber wollten nicht kommen“, heißt es kurz und knapp im Text. Der König bleibt unbeirrt. Das Fest soll stattfinden. ..."
Aus den Predigtgedanken von Mag.a Andrea Peherstorfer