Das Wort hören und es verstehen - die reiche Frucht der Botschaft Jesu
"Jean Paul Sartre beschreibt in der Geschichte seiner Kindheit mit dem Titel: „Die Wörter“ auch seinen Kinderglauben – als erwachsener Atheist: „Ich erzähle hier die Geschichte einer missglückten Berufung. Ich brauchte Gott, man gab ihn mir, ich empfing ihn, ohne zu begreifen, dass ich ihn suchte. Da er in meinem Herzen keine Wurzeln schlug, vegetierte er einige Zeit in mir und starb dann … Es war nichts zwischen uns!“ Eine erschütternde „Gottes-Tod-Geschichte“ – die zahlreich ausgestreuten Worte haben keine Wurzeln im Herzen des Kindes geschlagen!
Die Geschichte von Sartre ist ein dramatisches Beispiel für die heutige Rede
Jesu, vom Gleichnis mit dem Sämann, der aussät, dessen Samen unterschiedliche Schicksale erleidet, je nachdem, auf welchen Boden oder Grund er fällt: auf den Weg, auf felsigen Boden, in Dornensträucher oder auf guten Boden! Unwillkürlich taucht die Frage auf: an wem liegt es, ob die Aussaat auch Frucht und Ernte bringt? Am Samen, am Sämann, am Boden?
Am Samen kann es nicht liegen: die Lesung hat uns gesagt: der Same, das Wort Gottes bewirkt und erreicht, was es will, wozu es gesandt ist! Die Wirkkraft hängt davon ab, ob wir dem Wort Gottes seine Kraft zugestehen oder ob wir es entleeren, deformieren, entkräften, weil wir daraus eine geistlose Formel machen, ein leeres Wort ohne Sinn und Bedeutung, ohne Überzeugung und innere Übereinstimmung: denken wir nur an das Taufwort und Kreuzzeichen:Ist es eine Floskel oder ein Bekenntniswort? ........."
Aus den Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd