"Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben!"
"Der vierte Sonntag der Osterzeit ist immer der „Gute-Hirte-Sonntag“. Wir hören das Evangelium vom guten Hirten - ein schönes Bild für Jesus und seine Beziehung zu den Menschen. Zudem ist der vierte Sonntag der Osterzeit immer der Weltgebetstag um geistliche Berufungen.
Beruf, berufen sein, Berufung – da hören wir unverzüglich das Wort „Ruf“, „rufen“ heraus, jemand ruft mich. Das Wort Jesu deutet darauf hin: „Ich bin der gute Hirt, ich kenne die meinen, und die meinen kennen mich; ja, ich gebe mein Leben hin!“… und sie werden auf meine Stimme hören.
Ruf, rufen hat also ganz viel mit Beziehung, mit Hören zu tun und bringt eigentlich drei Dimensionen des Rufens, des Berufens zum Ausdruck.
Dass wir leben, ist unsere erste Berufung, wir sind ins Leben gerufen, von Gott ins Leben gerufen. Es ist die Berufung zum Menschsein. Mit der Taufe und dem Begräbnis verbinden wir die Worte: „Ich habe dich beim Namen gerufen, mein bist du!“ Berufen zum Menschsein heißt, mich mit allen in mir steckenden Möglichkeiten, Begabungen und Talenten für das Leben einzusetzen, mich als Mensch zu bewähren, den anderen auf Augenhöhe zu begegnen, denn jeder Mitmensch ist eben auch ein Mensch, gerufen zum Menschsein. ....."
Aus den Predigtgedanken von Pfarrer MMag. Klaus Dopler