"Halte mich nicht fest!"
"Der Ostermorgen ist die Stunde der Frauen – in allen vier Evangelien. Sie sind aus der Gefolgschaft Jesu die Verlässlichen. Dem Anblick der Kreuzigung sind sie nicht ausgewichen, dem Toten folgen sie bis zum Grab - als sie den Toten salben wollen, begegnet ihnen der Lebende. Besonders dramatisch schildert uns das Johannesevangelium die Geschichte, die Erfahrungen einer großen Liebenden: Maria von Magdala – sie sucht verzweifelt den, den ihre Seele liebt. Ihre Hoffnung war begraben worden. Geblieben war ihr nur noch die Trauer. Die lässt sie nicht ruhen. Wenigstens den Leichnam möchte sie haben: Sag mir, wo hast du ihn hingelegt? Die liebende Erinnerung möchte Maria am Grab pflegen – das, was wir alle tun, wenn wir an unseren Gräbern stehen, wenn wir weinen und die Tränen unseren Blick verschleiern, wenn wir Zeichen der Liebe setzen in Bildern, Blumen und anderen Erinnerungszeichen. ........."
Mit Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd
Hier finden Sie das Sonntagsblatt zum Ausdrucken und zum Nachlesen