"Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden"
".....................Für uns gläubige Menschen ist schon das irdische Leben ein Geschenk des Schöpfers. Von ihm erhoffen wir auch das Leben, das über das irdische hinausgeht.
Die heutigen Bibelstellen zeugen von dieser Hoffnung. Wenn ich mir die Lesung aus dem Buch der Makkabäer anschaue, dann wird darin eine bewundernswerte Glaubensfestigkeit beschrieben: Sieben junge Männer nehmen in Kauf, für ihr Festhalten an den jüdischen Gesetzen, grausam zu sterben. Sie sind zutiefst überzeugt: Das, was Gott ihnen nach diesem Leben geben wird, ist viel mehr wert. Sie hoffen, dass er sie auferweckt und neues ewiges Leben bei ihm schenken wird.
Dieser Glaube war, geschichtlich betrachtet, im Judentum keine Selbstverständlichkeit. In der Religion des alten Israel gab es keinen Glauben an ein Leben nach dem Tod. Ein langes Leben im Kreis der Familie und Volksgemeinschaft; zahlreiche Nachkommen, die die Erinnerung an mich über den Tod hinaus weitertragen und nicht in fremder Erde, sondern „bei den Vätern“ begraben werden, das war für Israeliten die eigentliche Erfüllung. So galt das Leben als vollendet. .................."
Aus den Predigtgedanken von Dr. Wolfgang Traunmüller