"Für wen halten mich die Leute?"
"In seiner Novelle „Kleider machen Leute“ beschreibt der Schweizer Autor
Gottfried Keller, wie ein armer Schneider durch seine Kleidung zu Ansehen und Wohlstand kommt. Leicht lassen sich Menschen von Äußerlichkeiten täuschen. Kleidung ist nicht nur Mode und Statussymbol! Uniform, Amtstracht, der Ordenshabit und Ornat bezeichnen auch eine Aufgabe und signalisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Ist jemand schon deshalb wichtig, wenn er ein besonderes Gewand anhat? Will er damit andere beeindrucken? Es kommt darauf an, wer in einer Kleidung steckt.
In dem Tauflied, das Paulus zitiert, geht es um ein Gewand: „Ihr habt Christus angezogen“. Dabei geht es um weit mehr als das Anlegen – und dann wieder Ablegen – eines Taufkleidchens. Der Getaufte gehört fortan zu Christus. Er hat sich seinem Schutz unterstellt und ist jetzt beauftragt, für Christus einzutreten. Der alte Mensch wird abgelegt und ein neuer Mensch wird eingekleidet. ......."
Mit Predigtgedanken von Karin Bogner, BEd
Zum Ausdrucken und zum Nachlesen