"Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt."
"Das Evangelium hat uns nach Nazareth geführt. Der Evangelist Lukas berichtet zweimal davon, wie in Nazareth etwas geheimnisvoll Göttliches in die Welt einbricht, etwas das den Glauben von Menschen offenlegt. Er zeigt uns den Ort Nazareth von zwei ganz verschiedenen Seiten.
Einmal wird dort das Wort Gottes an- und aufgenommen, das andere Mal löst es Wut und Gewalt aus. Beide Male ist es eine sperrige Botschaft, die sich gegen das stellt, was man vordergründig von Gott erwartet.
Ich halte es für interessant, beide Szenen in Spannung zueinander zu setzen. Das eine Mal trifft der Engel Gabriel auf das junge Mädchen Maria und offenbart ihr, was Gott mit der Welt und mit ihr ganz persönlich vorhat. Die Reaktion auf dieses Wort ist pures Erschrecken, sind Bedenken, Fragen, weil sie von einem Moment auf den anderen einen Lebensplan auf den Kopf stellen. ...."
Mit Predigtgedanken von Dr. Josef Keplinger