Montag 21. Mai 2018
Pfarre Diersbach

DER ABLAUF DER KINDERTAUFE

DER ABLAUF DER KINDERTAUFE ERÖFFNUNG DER FEIER

 

Begrüßung:

Der taufende Priester oder Diakon begrüßt beim Kircheneingang das Kind, die Eltern und Paten sowie die versammelte Taufgemeinde.

 

Er bittet die Eltern, öffentlich auszusprechen, welchen Namen sie ihrem Kind gegeben haben und was sie ihm erbitten:

 

Gespräch mit den Eltern:

Zel.: Welchen Namen haben Sie Ihrem Kind gegeben? Eltern: N.

Zel.: Was erbitten Sie von der Kirche Gottes für N.?

Eltern: Die Taufe Die Eltern können statt der Antwort „Die Taufe“  

 

Nun befragt der Zelebrant die Eltern nach ihrer Bereitschaft, das Kind durch eine christliche Erziehung zu einem lebendigen Glauben hinzuführen:

 

Zel.: Liebe Eltern, Sie möchten, dass Ihr Kind getauft wird. Das bedeutet für Sie: Sie sollen Ihr Kind im Glauben erziehen und es lehren, Gott und den Nächsten zu lieben, wie Jesus es vorgelebt hat. Sie sollen mit ihm beten und ihm helfen, seinen Platz in der Gemeinschaft der Kirche zu finden.

Sind Sie dazu bereit? Eltern: Ja

Wort an die Paten: An den bzw. die Paten richtet der Zelebrant die Frage nach seiner / ihrer Bereitschaft, Verantwortung für eine gläubige Erziehung des Kindes zu übernehmen:

 

Zel.: Liebe Paten, die Eltern dieses Kindes haben Sie gebeten, das Patenamt zu übernehmen. Sie sollen Ihr Patenkind auf dem Lebensweg begleiten, es im Glauben mittragen und es hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kirche. Sind Sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und damit die Eltern zu unterstützen? Paten: Ja

 

Nun wendet sich der Zelebrant an alle Anwesenden:

 

Zel.: Liebe Brüder und Schwestern, dieses Kind soll einmal selbst auf den Ruf Jesus Christi antworten. Dazu braucht es die Gemeinschaft der Kirche, dazu braucht es unsere Mithilfe und Begleitung. Für diese Aufgabe stärke uns Gott durch seinen Heiligen Geist.

 

Bezeichnung mit dem Kreuz:

 

Zel: N.,mit großer Freude empfängt dich die Gemeinschaft der Glaubenden. Im Namen der Kirche bezeichne ich dich mit dem Zeichen des Kreuzes.

Der Zelebrant zeichnet schweigend dem Kind das Kreuz auf die Stirn.

Dann lädt er auch Eltern, Paten und Geschwister ein, dasselbe zu tun.

 

2 Gebet:

 

Zel.: Lasset uns beten. Gott, unser Vater, du hast deinen Sohn Jesus Christus gesandt, um alle Menschen als dein Volk zu sammeln. Öffne N. die Tür in die heilige Kirche, in die wir durch Glaube und Taufe eingetreten sind. Stärke uns mit deinem Wort, damit wir dank deiner Gnade den Weg zu dir finden durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Alle: Amen.

 

WORTGOTTESDIENST:

 

Die Versammelten ziehen gemeinsam zum Ort des Wortgottesdienstes; dies kann mit einem passenden Gesang begleitet werden. Schriftlesung(en) Der Wortgottesdienst umfasst wenigstens eine biblische Lesung, die – falls kein Evangelium – von einem der Anwesenden vorgetragen wird. Homilie Der Priester  führt in seiner Ansprache in das Taufmysterium und in die Taufverpflichtungen ein.

 

Fürbitten:

 

Die Fürbitten beginnen damit, dass die Heiligen, vor allem der Namenspatron des Kindes, angerufen werden. Diese Anrufung leitet der Zelebrant mit etwa folgenden Worten ein:

 

Zel.: Wer getauft wird, wird aufgenommen in die Gemeinschaft der Heiligen, die uns im Glauben vorangegangen sind und bei Gott für uns eintreten. Deshalb rufen wir jetzt miteinander die Heiligen an, vor allem den Namenspatron des Kindes: Zel.: Heilige Maria, Mutter Gottes, Alle: Bitte für uns.

Zel.: Heiliger Josef, Alle: Bitte für uns.

Zel.: Heiliger Johannes der Täufer, Alle: Bitte für uns.

Zel.: Heiliger Petrus und heiliger Paulus, Alle: Bittet für uns.

Hier können weitere Heilige angerufen werden, besonders der Namenspatron des Kindes, aber auch die Patrone der Eltern und Paten, der Kirche und des Ortes. Die Anrufung schließt:

 

Zel.: Alle Heiligen Gottes, Alle: Bittet für uns. Zel.: (Liebe Brüder und Schwestern!) Dieses Kind soll die Taufe empfangen. Lasst uns das Erbarmen des Herrn auf N. herabrufen, auf seine/ihre Eltern und Paten, (auf seine/ihre Geschwister) und auf uns alle, die wir schon getauft sind. Nun folgen die persönlichen Fürbitten, die nach Möglichkeit von der Familie verfasst und gelesen werden. Dabei soll auch in den Anliegen der Kirche und der ganzen Welt gebetet werden

 

3 Nach den Fürbitten streckt der Zelebrant beide Hände über das Kind aus und spricht:

 

Zel.: Herr Jesus Christus, du hast einst Kindern die Hände aufgelegt und sie gesegnet. Schütze dieses Kind und halte fern von ihm, was schädlich und unmenschlich ist. Lass es in seiner Familie geborgen sein, und gib ihm Sicherheit und Schutz auf den Wegen seines Lebens, der du lebst und herrschst in Ewigkeit. Alle: Amen.

 

SPENDUNG DER TAUFE:

 

4 Absage und Glaubensbekenntnis

 

Der Zelebrant redet Eltern und Paten mit folgenden Worten an:

 

Zel.: Liebe Eltern und Paten, Gott liebt Ihr Kind und schenkt ihm durch den Heiligen Geist im Wasser der Taufe das neue Leben. Damit dieses göttliche Leben vor der Sünde bewahrt bleibt und beständig wachsen kann, sollen Sie ihr Kind im Glauben erziehen. Wenn Sie, kraft Ihres Glaubens und im Gedenken an Ihre eigene Taufe, bereit sind, diese Aufgabe zu erfüllen, so sagen Sie nun dem Bösen ab und bekennen Sie Ihren Glauben an Jesus Christus, den Glauben der Kirche, in dem Ihr Kind getauft wird. Dann befragt der Zelebrant die Eltern und Paten nach ihrem Glauben:

 

Zel: Widersagen Sie dem Bösen, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können? E. u. P.: Ich widersage.

Zel.: Glauben Sie an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde? E. u. P.: Ich glaube.

Zel.: Glauben Sie an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt? E. u. P.: Ich glaube. Glauben Sie an den heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben? E. u. P.: Ich glaube.

Zel.: Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns alle in Christus Jesus bekennen: Alle: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

5 Taufe

 

Der Zelebrant bittet die Familie, an den Taufbrunnen heranzutreten. Nach Möglichkeit sollte jetzt die Mutter das Kind tragen; in diesem Fall legen die Paten dem Kind die rechte Hand auf. Der Zelebrant spricht zu den Eltern und Paten:

 

Zel.: Liebe Familie N., nachdem wir jetzt gemeinsam den Glauben der Kirche bekannt haben, frage ich Sie: Wollen Sie, dass Ihr Kind nun in diesem Glauben die Taufe empfängt? Eltern und Paten: Ja (wir wollen es). Dann tauft der Zelebrant das Kind durch dreimaliges Eintauchen bzw. Übergießen. Dazu spricht er:

 

Zel.: N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Ausdeutende Riten: in vier Zeichenhandlungen wird symbolisch veranschaulicht und in den Deute-worten benannt, was in der Taufe geschieht: Salbung mit Chrisam (bezeichnet die Zugehörigkeit zu Christus, dem Gesalbten. Es ist Ausdruck der Stärkung und Heilung durch Gott und erinnert an die Berufung zum Priestertum, Königtum und Prophetentum jedes Christen ):

 

Zel.: Der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, hat dich von der Schuld Adams befreit und dir aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Aufgenommen in das Volk Gottes wirst du nun mit dem heiligen Chrisam gesalbt, damit du für immer ein Glied Christi bleibst, der Priester, König und Prophet ist in Ewigkeit. Alle: Amen. Bekleidung mit dem weißen Taufgewand (bezeichnet das neue Leben der Kinder Gottes)

 

Zel.: N., in der Taufe bist du eine neue Schöpfung geworden und hast - wie die Schrift sagt - Christus angezogen. Das weiße Gewand sei dir ein Zeichen für diese Würde. Bewahre sie für das ewige Leben. Übergabe der brennenden Kerze (Christus, das Licht der Welt, erleuchtet die Getauften)

 

Zel.: Empfange das Licht Christi. Der Vater oder jemand anderer aus jeder Familie entzündet die Taufkerze an der Osterkerze.

 

Zel.: Liebe Eltern und Paten, Ihnen wird dieses Licht anvertraut. Christus, das Licht der Welt, hat Ihr Kind erleuchtet. N. soll als Kinder des Lichtes leben, sich im Glauben bewähren und dem Herrn und allen Heiligen entgegengehen, wenn er kommt in Herrlichkeit. Das Licht kann an die anderen anwesenden Kinder und die übrige Gemeinde weitergegeben werden. Effata-Ritus (Gott öffne dem Kind die Ohren und den Mund)

 

Zel.: N., der Herr lasse dich heranwachsen, und wie er mit dem Ruf „Effata" dem Taubstummen die Ohren und den Mund geöffnet hat, öffne er auch dir Ohren und Mund, (hier berührt der Zelebrant Ohren und Mund des Kindes) dass du sein Wort vernimmst und den Glauben bekennst zum Heil der Menschen und zum Lobe Gottes. ABSCHLUSS DER TAUFFEIER Die Gemeinde zieht nun in Prozession zum Altar. Die brennenden Kerzen der Neugetauften werden mitgetragen. Dabei soll nach Möglichkeit gesungen werden. Gebet des Herrn

 

Zel.: Liebe Schwestern und Brüder, dieses Kind wurde Kind Gottes. In der Firmung wird N. die Fülle des Heiligen Geistes empfangen. Er / Sie wird zum Altar des Herrn treten, teilhaben am Tisch seines Opfers und inmitten der Kirche Gott seinen / ihren Vater n gleicher Weise hat Gott uns als seine Kinder angenommen; daher beten wir auch im Namen des neugetauften Kindes, wie der Herr uns zu beten gelehrt hat: Alle sprechen (oder singen) gemeinsam das Vater Unser. Segen und Entlassung Die Mutter trägt ihr Kind jetzt wieder auf dem Arm und tritt zusammen mit dem Vater vor den Zelebranten.

 

Zum Segen gibt es mehrere Varianten zur Auswahl (hier: zweite Segensformel) Zel.: Allmächtiger Gott und Herr, durch die Geburt deines Sohnes hast du die Welt mit Fr dieses neugetaufte Kind, damit es Christus ganz ähnlich wird. Alle: Amen. Zel.: Allmächtiger Gott und Herr, du schenkst irdisches und himmlisches Leben. Segne diesen Vater und diese Mutter. Sie danken dir für ihr Kind. Lass Eltern und Herrn. Alle: Amen. Zel.: Allmächtiger Gott und Herr, segne die Paten (Geschwister, Verwand versammelten Gläubigen. Aus Wasser und Heiligem Geist hast du uns neu geboren uns immer und überall lebendige Glieder deines heiligen Volkes sein. Allen aber, die hier zugegen sind, gib deinen Frieden in Christus Jesus, unserem Herrn. Alle: Amen.

 

Zel.: Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn Alle: Amen. Zel.: Gehet hin in Frieden. Alle: Dank sei Gott, dem Herrn. Nach der Entlassung soll nach Möglichkeit ein Gesang folgen, in dem Dank und Osterfreude zum Ausdruck kommen.

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