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"Lest was anderes, Schwestern!"

Die deutsche Herzblut-Theologin Annette Jantzen ermutigte beim Impulstag der kfb oö knapp 200 Frauen, bei der Auswahl von Schrifttexten genauer hinzusehen. Denn auch wenn die Bibel durch die Leseordnung wie eine Geschichte von Männern mit einem männlichen Gott wirkt, ist sie das definitiv nicht. 

„Ich bin wohl nicht die einzige Frau hier, die in den letzten Jahren ein sprachliches Problem in unseren Gottesdiensten bekommen hat. Die einseitige Rede von Gott als „Herr“ hat mich zunehmend irritiert und gestört.“ Auf der Suche nach Verbündeten hat die kfb-Vorsitzende Margit Schmidinger in der Referentin des Impulstages eine kompetente Mitstreiterin für eine gendergerechte Gottesanrede gefunden. 


Schonungslos, fundiert, klar, sensibilisierend und zugleich sehr ermutigend waren die Worte der deutschen Theologin Annette Jantzen beim Impulstag der Katholischen Frauenbewegung OÖ am 31. Jänner 2026 im Bildungshaus Schloss Puchberg mit knapp 200 Frauen und wenigen Männern. 


Patriarchale Gottes- und Weltbilder erkennen und verändern 
Viele Menschen hierzulande sind mit der Vorstellung eines männlichen Gottes aufgewachsen und empfinden dieses Bild als „normal“. Jedoch „tarnt sich das Patriarchat als Normalität“, so Annette Jantzen. Patriarchale Tarnungen zu ent-tarnen ist ein Herzensanliegen der deutschen Theologin. Ganz besonders in der Katholischen Kirche hat sie damit alle Hände voll zu tun. Die vorherrschenden rein männlichen Gottesbilder bezeichnete sie als „patriarchale Engführung von Religion“. Denn jedes Gottesbild trifft Gottes Wirklichkeit immer nur zu einem kleinen Teil. 

 

Dr.in theol. Annette Jantzen
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Wenn wir Gott nur männlich sehen, wird es mit der Gleichberechtigung mühsam
Männliche Gottesbilder sind für die 1978 geborene katholische Theologin vollkommen in Ordnung, sofern sie nicht ausschließlich oder wort-wörtlich verwendet werden. Dasselbe gilt für sie auch für weibliche und alle anderen Gottesbilder.
Zum besseren Verständnis bekamen die Teilnehmerinnen am Impulstag eine kleine Einführung in die hebräische Sprache, die Annette Jantzen fließend spricht: Die Gottesanrede JHWE hat nämlich mehrere gleichbedeutende Übersetzungen: „Ich bin, der ich bin; Ich bin, die ich bin und Ich bin, was ich bin“. In der neuen Einheitsübersetzung wird aber nur mehr die männliche Übersetzung „Herr“ für JHWE verwendet. 
Oft wird die Bloggerin von gotteswort-weiblich.de mit dem Vorwurf konfrontiert, dass sie sich über diesen Übersetzungsfehler so aufregt, wo es doch so viele andere Probleme gäbe. Für Annette Jantzen ist jedoch klar: Genau wegen dieser Übersetzungsfehler gibt es so viele Probleme. 

 

Die wegradierten Frauen in der Leseordnung
Auch die Leseordnung, die festlegt, welche biblischen Texte an Sonn- und Feiertagen sowie an Werktagen gelesen wird, gibt der Herzblut-Theologin Jantzen immer wieder Anlass, auf die hebräischen Originaltexte zurückzugreifen. Von den über 60 Frauen mit nennenswerter Geschichte im Alten Testament werden sonntags fast alle weggelassen beklagt die Theologin, die in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg studiert hat. Wochentags wird zwar ein Drittel davon erwähnt, jedoch sind beinahe alle gekürzt, aus dem Kontext gerissen oder die Frauen wurden fein säuberlich „herausseziert“. Ihre Sprachkenntnisse im Hebräischen erleichtern es Jantzen, die Schätze mit besonderen Frauengeschichten in der Bibel, vor allem im Alten Testament, wieder zu heben. 


„Lest was anderes, Schwestern!"
"Durch die Leseordnung wirkt die Bibel wie eine Geschichte von Männern mit einem männlichen Gott - das ist sie aber nicht", ist Jantzen überzeugt. Die Bibel ist so viel reichhaltiger als die Leseordnung. Annette Jantzen lud die anwesenden Frauen ein zu Veränderungen, die Spaß machen. „Lest was anderes, Schwestern!“ lautete ihre Botschaft an die 200 Frauen und meint damit zum Beispiel Schrifttexte in gerechter Sprache oder ausgewählte Texte aus Leseordnungen mit Frauentexten. Die Frauenkommission der Diözese Linz bietet etwa einen Alternativleseplan Frauenperikopen für die Lesejahre A, B und C an. 


Annette Jantzen ist überzeugt: Veränderung ist möglich und macht Spaß!


Stimmen zum Impulstag
„Wir haben mit dem heutigen Thema und der Referentin ein starkes Zeichen gesetzt und das Bewusstsein auf einer breiten Ebene erweitert, das sich multiplizieren wird. Die Sensibilität für Sprache wurde geschärft, die Wahrnehmung des versteckten Patriarchats wurde gehoben. Das ist gut so.“ Margit Schmidinger, Ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö


„Annette Jantzen hat einen Funken in uns gezündet – wir werde noch alle zu Pyrotechnikerinnen. Sie macht uns Mut und gibt uns wieder neu die Kraft, Gottes Wort weiblich zu verstehen.“ Karin Limberger, stellvertretende ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö


„Es ist schon schockierend, wie viel bei der Bibelübersetzung vom Hebräischen ins Deutsche verloren gegangen ist. Doch: Veränderung ist möglich und macht Spaß – das nehme ich mir besonders mit.“ Christa Steinbüchler, stellvertretende ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö


„Ich werde nun nicht mehr unkritisch die Texte aus der Leseordnung übernehmen, sondern bewusster auf die Texte schauen, die im Gottesdienst vorgesehen sind und immer wieder auch austauschen. Wenn viele Menschen das machen und an kleinen Rädchen drehen, können wir viel bewirken.“ Eine kfb-Ortsgruppen-Leiterin 


„Frau Jantzen hat unglaubliches Wissen, die kann ja die Bibel auswendig – und sie kann so gut erzählen.“ Eine Besucherin


„Ich gehe nun selbstbewusster damit um, auch die weibliche Form von Gott zu verwenden.“ Eine Besucherin

 

Adelheid Kaiser und Ute Kopatsch (v.l.) beim Check-In
Maria Imlinger von der Buchhandlung Buch und Segen
Margit Schmidinger beginnt den Impulstag mit einer Gedenkminute für den morgens verstorbenen Altbischof Maximilian Aichern. Er hat die Frauen immerzu ermutigt, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Annette Jantzen bei der Signierstunde
v.l. Veronika Kitzmüller, Christa Steinbüchler, Annette Jantzen, Margit Schmidinger, Karin Limberger
v.l. Iris Jilka, Veronika Kitzmüller, Christa Steinbüchler, Annette Jantzen, Margit Schmidinger, Karin Limberger, Michaela Leppen
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Das Format „Impulstag“
Iris Jilka, die Bildungsreferentin der kfb oö, die beim Impulstag durch das Programm führte, fasst dieses Veranstaltungsformat so zusammen:
„Wir schaffen beim Impulstag einen Raum, in dem Frauen Neues erfahren, auftanken und Gemeinschaft erleben können. Es ist ein niederschwelliges und zugleich hochwertiges Bildungsangebot mit inspirierenden Referentinnen und motivierenden Inhalten. 
Die Veranstaltung ist offen für alle Frauen, heuer auch erstmals für Männer. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung ist die kostenlose Teilnahme für alle kfb-Frauen. Dadurch zeigen wir: Euer Einsatz wird gesehen. Eure Arbeit ist wertvoll. Der Impulstag ist Dank und Unterstützung zugleich.
Kurz gesagt steht der Impulstag also für Bildung – Ermutigung – Gemeinschaft – Wertschätzung.“ 
In dieser Form fand der Impulstag heuer zum dritten Mal statt. 
 

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