Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Über uns
  • Thema Arbeitslosigkeit
  • Unsere Aktivitäten
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Bischöfliche Arbeitslosenstiftung
Bischöfliche Arbeitslosenstiftung
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

Veränderung...aber in welche Richtung?

INFOS 117 / März 2018

Mit Respekt und Einfühlungsvermögen die Chancen auf einen passenden Arbeitsplatz fördern statt Druck ausüben. Lichtblicke für ältere langzeitarbeitslose Menschen mit der Aktion 20.000 statt Förderungen zu kürzen.

Arbeitslose Menschen unter Druck 


In der öffentlichen Debatte wird das gesellschaftliche Problem Arbeitslosigkeit zunehmend individualisiert, die Ursachen dafür werden den betroffenen Menschen angelastet - somit werden Betroffene zu Schuldigen gemacht. Dabei kann Arbeitslosigkeit verschiedene Ursachen haben wie konjunkturelle Entwicklungen, individuelle Entscheidungen von Beschäftigten oder Entscheidungen von Unternehmensführungen.
Mit den geplanten Verschärfungen im Sozialrecht wird Arbeitslosigkeit vorwiegend zu mangelndem Leistungswillen arbeitsloser Menschen umgedeutet. So, als „ließe sich das Problem Arbeitslosigkeit (u. a.) durch die Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen“ lösen, meint Simon Theurl in einer Analyse im A&W blog.
Dabei ist die Faktenlage klar, es gibt in Österreich hunderttausende Arbeitsplätze zu wenig. Neben jener unvermeidbaren Arbeitslosigkeit, die beim Stellenwechsel entsteht („friktionelle“ Arbeitslosigkeit), gibt es seit Jahrzehnten die verfestigte „strukturelle“ Arbeitslosigkeit, zu deren Reduzierung es umfassender politischer Maßnahmen bedarf.
Die angedachte Umstellung von Notstandshilfe zu bedarfsorientierter Mindestsicherung hat enorm verschlechternde Auswirkungen für die Betroffenen. Erspartes bis zu € 4.000,- müsste aufgebraucht werden, bevor man die Unterstützung erhält, die um durchschnittlich € 200,- monatlich geringer wäre als die bisherige Notstandshilfe. Die Höhe wäre überdies unabhängig vom vorherigen, höheren Einkommen, auch wenn vorher langjährig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt worden ist. 
Das Einkommen aller Haushaltsangehörigen würde herangezogen, also auch jenes von berufstätigen Kindern. Wird für diese Idee das Argument der Einsparung von bis zu € 700 Mio. herangezogen, muss klar sein, dass dies bei bereits armutsgefährdeten Menschen existenzgefährdende Kürzungen sind und die Einkommensverteilung sich deutlich von unten nach oben verschieben würde.
Aus Deutschland sind die negativen Folgen, wie höhere Armutsgefährdung, geringere Erwerbstätigkeit, sinken des Qualifizierungsniveaus und schlechterer Gesundheitszustand, des Arbeitslosengeldes II (sog. Hartz IV) bekannt.
In der Arbeitslosenstatistik scheinen MindestsicherungsbezieherInnen nicht als „arbeitslos“ auf. So würde sich die veröffentlichte Zahl noch weiter von der Zahl derer, die tatsächlich Arbeit suchen, entfernen und die verdeckte Arbeitslosigkeit stiege weiter an. Dies ist vergleichbar mit der Situation in Deutschland, wo hunderttausende BezieherInnen des Arbeitslosengeldes II nicht als arbeitslos gezählt werden und so sich die Arbeitslosenquote verringert.
Weiterer Druck auf arbeitslose Menschen erhöht zusätzlich Stress und Leid, die diese prekäre Lebenssituation sowieso mit sich bringt, schafft aber keinen zusätzlichen Arbeitsplatz. Debatten über Arbeitslosigkeit und Leistungsunwilligkeit tragen zur Stigmatisierung von arbeitslosen Menschen bei, meint Simon Theurl, das erschwert besonders Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung zu finden. Stattdessen müssen mit Respekt und Einfühlungsvermögen mit jenen arbeitslosen Menschen, die Hilfe brauchen, Schritte entwickelt werden, die ihre Chancen auf einen passenden Arbeitsplatz erhöhen.
Im Sinne der Solidarität müssen unterstützende Angebote von allen finanziert werden. Hilfe zu verweigern mit dem Argument, es wurde von den Betroffenen noch nicht ins System eingezahlt, widerspricht der Logik der Solidarität ebenso wie individuelle Schuldzuschreibungen. Denn Arbeitslosigkeit ist ein wirt-schaftspolitisches und gesamtgesellschaftliches Problem und kein individuelles.

 

Christian Winkler
Geschäftsleitung Bischöfliche Arbeitslosenstiftung

 

INFOS 117

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Bischöfliche Arbeitslosenstiftung


Domgasse 3
4020 Linz
Telefon: 0732/781370
Telefax: 0732/781370-4
arbeitslosenstiftung@dioezese-linz.at
http://www.arbeitslosenstiftung.at

Zur Bischöflichen Arbeitslosenstiftung gehören:

JONA Personalservice

Arbeitsstiftung der Diözese Linz

Jugendprojekt JU-CAN

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen