Wer bezieht Position gegen Femizide?
Das Bündnis 8. März veranstaltet anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Mittwoch, 25.11.2026, eine Mahnwache auf der Linzer Nibelungenbrücke: Frauen kleiden sich in weiße Kutten und weiße Masken und postieren sich auf der zentralen Brücke der Stadt – je eine Frau stellvertretend für eine 2026 in Österreich ermordete Frau. Die Forderungen richten sich vor allem an die politischen Entscheidungsträger:innen: Sie sind aufgerufen, eine bessere Finanzierung von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern, bessere Sensibilisierungsprogramme des Personals in Schulen, Justiz und Polizei, verpflichtende Präventionsprogramme und Antigewalttrainings für Gefährdete sowie Gewaltprävention als Teil des Pflichtschullehrplans zu verwirklichen.
Wir stehen stellvertretend für jene Frauen, die von ihnen nahestehenden, gewalttätigen Männern aus dem Leben gerissen wurden. Die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser haben mit Stand 11.10.2026 bereits 19 Femizide gezählt: 14 Frauen wurden von ihren (Ex-) Partnern getötet, 5 vom Vater, Arbeitskollegen oder Bekannten. Die größte Gefahr für Frauen geht von Männern aus ihrem sozialen Nahfeld aus! Deshalb werden auch diese auf der Nibelungenbrücke dargestellt.
Wer kann unsere Mahnwache am 25.11.2026 auf der Nibelungenbrücke unterstützen? Bitte bei der Frauenbeauftragten Magdalena Welsch (frauenkommission@dioezese-linz.at) melden!
Am Freitag, 27.11.2026, findet im Franziskus-Gym Wels anlässlich der "16 Tage gegen Gewalt" eine Kooperationsveranstaltung zum Thema statt:
Ausgesprochen. Frauen*Stimmen gegen Gewalt
Maria Rösslhumer, Politikwissenschaftlerin sowie Gründerin und Vorsitzende des Vereins „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“, wird sich dem Thema ebenso annähern wie die preisgekrönte, feministische Poetry Slammerin Katharina Wenty. In einer anschließenden Podiumsdiskussion kommen weitere Personen zu Wort.