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Mo. 12.10.26

Das gute Leben für alle – auch für Frauen

Die Plattform der diözesanen Frauenkommissionen Österreichs wählt Maria Schmidt-Leitner zu ihrer neuen Sprecherin und unterstützt den 3.5.2027 als österreichweiten Aktionstag für Frauensolidarität.

Über die Plattform der diözesanen Frauenkommissionen Österreichs sind Frauenkommissionen und Frauenorganisationen der (Erz-) Diözesen miteinander vernetzt. Sie setzen sich in ihren jeweiligen Vertretungsbereichen und auf Österreich-Ebene dafür ein, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen in Kirche und Gesellschaft voranschreitet. Bei der Sitzung am 12.10.2026 in Salzburg wurde Mag.a Dr.in Maria Schmidt-Leitner MPH MSc zur Sprecherin der Plattform gewählt. Die vierfache Mutter stammt ursprünglich aus Wien und lebt seit 2004 in Kärnten. Als prägende Erfahrung ihrer Jugend beschreibt sie das Jahr, das sie nach der Matura bei Mutter Teresa in Kalkutta verbrachte:

„Diese Zeit hat mich zur katholischen Feministin gemacht!“

Dort erkannte sie, welche zentrale Bedeutung ein funktionierendes Gesundheitswesen für den:die Einzelne:n und die Gesellschaft hat. Diese Erkenntnis prägte ihren weiteren akademischen und beruflichen Weg, der sie unter anderem zu einem Postdoc-Aufenthalt in Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an die Harvard-University führte.


Neben ihrer beruflichen Laufbahn ist Maria Schmidt-Leitner seit vielen Jahren auch kirchlich engagiert und wirkt an der Gestaltung der monatlichen Thomas-Messen in Klagenfurt mit. Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2021 bringt sie ihre vielfältigen Erfahrungen verstärkt in die Arbeit der Frauenkommission der Diözese Gurk-Klagenfurt ein, an deren Konzeption und Gründung sie maßgeblich beteiligt war und die sie seit 2024 leitet. Darüber hinaus engagiert sich die wirkliche Konsistorialrätin ehrenamtlich im Leitungsteam des synodalen Kirchenentwicklungsprozesses der Diözese, im Vorstand von „Brüder und Schwestern in Not“ sowie als Vizepräsidentin der Katholischen Aktion. „Mich begeistert Synodalität in ihrer subtilen Wirkmacht“, erklärt die Psychoanalytikerin und Epidemiologin. „Es hat eine große gesellschaftliche Wirkung, wenn Menschen einander gut zuhören und die Andersartigkeit anderer nicht als Bedrohung, sondern als Inspiration erleben.“


Die Frauen aus Haupt- und Ehrenamt haben am 12.10.2026 gemeinsame Themen-Schwerpunkte für die Plattform der diözesanen Frauenkommissionen Österreichs für 2027-2028 herausgearbeitet:


1. Das gute Leben für alle
Die Plattform unterstützt den österreichweiten Aktionstag zur Frauensolidarität am 3.5.2027. Kirchliche Frauen wollen dabei mithelfen, den Ruf nach tatsächlicher Gleichstellung und Gerechtigkeit in allen Bezirken Österreichs hörbar werden zu lassen.


2. Gerechte Teilhabe
Die Plattform unterstützt den synodalen Prozess der katholischen Kirche, indem sie die Lebensrealitäten, Erfahrungen und Perspektiven katholischer Frauen in Österreich aktiv einbringt. Sie würdigt das „Gespräch im Geist“ als wesentlichen Bestandteil gelebter Synodalität und setzt sich zugleich dafür ein, dass der gemeinsame Dialog zu konkreten Veränderungen in kirchlichen Strukturen, Entscheidungsprozessen und Ämtern führt. Ziel ist eine geschlechtergerechte Kirche, in der Frauen gleichberechtigt mitgestalten, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen.


3. Unversehrtheit als Menschenrecht
Die Plattform erkennt Gewalt an Frauen und Mädchen als dramatisches Problem patriarchaler Strukturen. Sie unterstützt die Anliegen der weltweiten Kampagne „Orange the World“ sowie entsprechende Initiativen vor Ort. Inner- und außerkirchlich muss dieses weit verbreitete gesellschaftliche Problem anerkannt und entschieden bekämpft werden.

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