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Fr. 06.03.26

Die Kirche ist weiblich

Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“

Die Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“ am 6. März 2026 war eine selbstbewusste und berührende Hommage an die unzähligen Frauen, die die katholische Kirche tragen und gestalten.

War es eine Vernissage oder doch eher ein Fest? Die 61 Frauen und 19 Männer, die am 6. März 2026 für die feierliche Eröffnung der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“ in den Linzer Wissensturm strömten, genossen nicht nur Bilder, sondern auch passend zur Veranstaltung gewählte, mitreißende Musikstücke des Ensembles „NougArt“ und ein exzellentes „kulinario“-Buffet. Begrüßt wurden die Besucher:innen von Susanne Würleitner, MA BEd, der ehrenamtlichen Vorsitzenden der Frauenkommission, die den Anlass für das Fotoprojekt erläuterte: „Wo Kirche draufsteht, sind Frauen drin. Aber was sieht man in den Medien? Zumeist nicht mehr ganz junge, dafür prächtig gekleidete Männer, die scheinbar für alles die Verantwortung tragen. Wir in der Frauenkommission der Diözese Linz möchten Sie einladen, sich ein realistischeres Bild von Kirche zu machen!“ Als offizieller Vertreter der Diözese Linz teilte Dr. Johann Hintermaier, Bischofsvikar für Bildung, Kunst und Kultur, Überlegungen zum Thema: „Was bedeutet es, Mann oder Frau zu sein, männlich oder weiblich?" Daran knüpfte er die Frage nach der Bereicherung und Herausforderung, beide Anteile als Person zu leben. Finanziell unterstützt wurde die Frauenkommission für die Ausstellung von mehreren Organisationen: Anne Brack vom Frauenbüro der Stadt Linz erinnerte daran, dass man nicht der Kirche nahestehen müsse, um die gute Arbeit in der Kirche zu schätzen und sich für beide Seiten gewinnbringend zu vernetzen. Angela Heitzinger, MA, vom Frauenreferat Oberösterreich brachte das Fotoprojekt mit der Frauenstrategie „Frauen.Leben 2030“ in Verbindung, in der u.a. die Schwerpukte „Frauen in den Medien“ sowie „Wertschätzung und Frauensolidarität“ gesetzt werden. Und Karin Limberger, stellvertretende ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö und Mitglied der Frauenkommission, berichtete von der großen Wirkungsmacht, die entsteht, wenn Frauen in der Katholischen Frauenbewegung, der Frauenkommission und weit darüber hinaus ihre Kraft und Freude bündeln.

Susanne Würleitner, MA BEd (ehrenamtliche Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese Linz)
Karin Limberger (stellvertretende ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö)
Dr. Johann Hintermaier (Bischofsvikar für Bildung, Kunst & Kultur der Diözese Linz)
Angela Heitzinger, MA (Frauenreferat Land OÖ)
Anne Brack, Frauenbüro Linz
Passend zur Veranstaltung gewählte, mitreißende Musikstücke des Ensembles „NougArt“.
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49 Frauen – und eine bedeutsame Leerstelle
Die Frauenkommission der Diözese Linz hatte zur Vernissage eingeladen: Das von September 2024 bis Juni 2025 geschaffene Fotoprojekt wurde in den letzten Monaten in Zusammenarbeit mit dem Studio Kehrer aus Ottensheim in eine umfassende Ausstellung gegossen – oder besser gesagt gewebt, denn die Bilder sind auf weich fließenden Stoffbahnen gedruckt. Im Zentrum stehen eine Collage und eine Leerstelle: In der Collage sind die am Fotoprojekt beteiligten Frauen in Einzelportraits verewigt, auch zahlreiche Symbolbilder finden auf 4,4 m Platz: Kreuzförmig angeordnet, bringen sie selbstbewusst und in elegischer Breite die Bedeutung von Frauen in der Kirche zum Ausdruck. Es ist ein Miteinander, kein Gegeneinander: Man erkennt anhand der Portraitaufnahmen nicht, ob es sich um eine Uni-Professorin, eine Haustechnikerin, eine Seelsorgerin oder eine Mesnerin handelt – jeder Beitrag ist wertvoll, jede der 49 Frauen ist gleich an Wert und Würde. Doch ebenso bedeutsam ist als Gegenpol eine markante Leerstelle in einem golden beschlagenen Bilderrahmen:

 

„Und was ist mit der 50. Frau?
Wir warten auf sie.
Sie ist berufen und bereit.
Noch steht ihr
das Patriarchat im Weg.
Wie so vielen.
Wir hoffen, dass sie bald
unsere Kirche mitgestalten wird.
Dieser Ehrenplatz
ist für sie reserviert.
Sei gegrüßt, Schwester!“

 

Gleichberechtigung ist kein Privileg
Den Festvortrag zur Ausstellungseröffnung hielt Mag.a Gabriele Eder-Cakl, die Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts und langjährige Pastoralamtsleiterin in der Diözese Linz. Sie griff den Ausstellungstitel „Die Kirche ist weiblich“ auf und setzte ihn in Beziehung zu den Inhalten und Fortschritten in Sachen Gleichberechtigung innerhalb des weltweiten synodalen Prozesses. Ausgehend von der gemeinsamen Taufwürde aller, habe das Thema der Geschlechtergerechtigkeit in den letzten Jahren und auch aktuell in der Katholischen Kirche einen hohen Stellenwert. Ja, die Kirche ist weiblich, die Gleichberechtigung auf allen Ebenen der Kirche fehle allerdings bei Frauen in Leitungspositionen und bei der Zulassung zu den sakramentalen Ämtern einer Diakonin, Priesterin und Bischöfin. Gabriele Eder-Cakl sieht wesentliche Weiterentwicklungen in der Theologie - zum Beispiel bei der Auseinandersetzung darüber, wer Christus repräsentieren kann. Sie nimmt wahr, dass Papst Leo oder auch andere namhafte Kardinäle in der Katholischen Kirche die theologischen Themen weniger betonen als die kulturellen Unterschiede und die Suche nach einem Weg des Miteinanders. Sie hob die vielen berufenen Frauen hervor und sagte: "700 Millionen Frauen können nichts dafür, dass sie als Frauen geboren wurden. Sie sind genauso getauft, berufen, befähigt die Liebe Christi weiterzugeben. Deshalb brauchen sie als Getaufte auch die sakramentale Bestärkung für ihr Tun. Also: Sieben Sakramente für alle." Es gehe um Gleichwertigkeit, nicht um Privilegien.

Festvortrag von Mag.a Gabriele Eder-Cakl (Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts) zum Thema „Die Kirche ist weiblich“.
Erläuterungen zur Fotoausstellung von Mag.a Magdalena Welsch (Frauenbeauftragte der Diözese Linz)
Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“
Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“
Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“
Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“
Vernissage der Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“
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Eine Schatzsuche nach Gemeinschaft und Sinn
Mag.a Magdalena Welsch, Frauenbeauftragte der Diözese Linz, hat das Fotoprojekt ebenso wie die Ausstellung konzipiert und umgesetzt. Zusammen mit dem Fotografen Laurenz Kaiser war sie im ganzen Bundesland „auf Schatzsuche“ unterwegs, wie sie es beschreibt: „Man darf nie vergessen: Da sind keine professionellen Models vor die Kamera getreten. Jede dieser Frauen war etwas unsicher, worauf sie sich eingelassen hat, wenn Laurenz und ich aufgekreuzt sind.“ Der Trick: Sobald die Frauen ins Tun kamen, war das Eis gebrochen. Mimik, Gestik, Körperhaltung und vor allem der Blick wurden stimmig und authentisch: Wenn eine Seelsorgerin mit slowakischen 24-h-Pflegekräften gemeinsam den Rosenkranz in der Muttersprache betet. Wenn eine Religionslehrerin mit einer Gruppe Jugendlicher ins Gespräch kommt. Wenn eine Caritas-Mitarbeiterin dem Gegenüber ein offenes Ohr schenkt. Wenn eine Vorgesetzte mit ihrem Team die anstehende Arbeit bespricht. Wenn eine Organistin wie eine Tänzerin über die Pedale ihres meterhohen Instruments schwebt. Wenn eine Seelsorgerin mit starker Stimme die Frohe Botschaft verkündet. „Alles, was Sie auf diesen Fotos abgebildet sehen, hat Bedeutung“, unterstreicht Magdalena Welsch. „Was diese Frauen tun, stiftet Gemeinschaft und Sinn.“

 

Die Fotoausstellung kann noch bis 10. April 2026 bei freiem Eintritt zu den Öffnungszeiten des Wissensturms (Kärntnerstraße 26, Linz) besucht werden.
Mo-Fr 8:00-21:00 Uhr, Sa 8:00-18:00 Uhr. (An Feiertagen geschlossen, ggf. abweichende Öffnungszeiten zu Schulferien.)

Führungen mit Magdalena Welsch werden über den Fachbereich Ehrenamt und Pfarrgemeinde organisiert:

am 17. März, am 21. März und am 23. März.
 

Die Texte zur Ausstellung stehen mittels QR-Code online in folgenden Sprachen zur Verfügung:
Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch, Ukrainisch und Ungarisch.

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