Susanne Würleitner ist die neue Vorsitzende der Frauenkommission
Die Frauenkommission der Diözese Linz hat bei ihrer Vollversammlung am 27.11.2025 einen neuen Vorstand gewählt. Zur Vorsitzenden wurde Dir.in OSR Susanne Würleitner, MA BEd gekürt, die 2024 vom Forum Ehrenamt in die Frauenkommission entsendet wurde. Susanne Würleitner ist Lehrerin für Deutsch, Musikerziehung, Geografie und Wirtschaftsbildung. Am Brucknerkonservatorium Linz hat sie das Instrumentalpädagogikstudium Violine absolviert, zudem den Masterstudium PROvokativpädagogik an der Donau-Universität Krems. Als Unterrichts- und Schulentwicklerin begleitet sie Kollegien bei Schulentwicklungsprozessen. Seit 2015 leitet Susanne Würleitner die Technisch-Naturwissenschaftliche Mittelschule und die Polytechnische Schule Sierning. Mit Jahresende geht sie in Pension und wirkt in Zukunft als ehrenamtliche Altenheimseelsorgerin in ihrer Heimatgemeinde Sierning.
Sowohl ehrenamtliches Engagement als auch das Eintreten für Frauenagenden ziehen sich wie ein roter Faden durch Susanne Würleitners Leben: Nach vielfältigem Engagement in ihrer ersten Heimatpfarre in Linz ist sie seit 1997 Mitglied des Pfarrgemeinderates in Sierning, wo sie viele Jahre das Kinderliturgieteam leitete und nun dem Fachteam Liturgie vorsteht. In der kfb Sierning sowie als Vertreterin der kfb der Pfarre Steyrtal ist sie ebenso eine Konstante wie im Team der Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen. Als in der Diözese Linz 2023 ein neues Gremium zur besseren Vernetzung von Ehrenamtlichen aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern geschaffen wurde, übernahm sie dort ebenfalls Verantwortung: „Gerade jetzt in der Phase der Umstrukturierung in der Diözese Linz übernehmen Ehrenamtliche in einem noch höheren Maß Verantwortung in ihren Pfarrgemeinden. Der Ehrenamtsrat ist die Stimme aller Ehrenamtlichen, wirft ganz bewusst den Blick aus der Sicht der Ehrenamtlichen auf die Kirche und hat die Zusammenarbeit auf Augenhöhe von Klerikern und Lai:innen als Ziel.“
Über ihre Motivation als Vorsitzende der Frauenkommission sagt sie: „Als Vorsitzende der Frauenkommission möchte ich mich ganz besonders für eine partnerschaftliche und geschlechtergerechte Kirche in der Diözese Linz einsetzen, in der Frauen den ihnen zustehenden Platz erhalten. Das Spektrum der Themen reicht von der Erhöhung des Frauenanteils auf der Leitungsebene über die gezielte Förderung des Nachwuchses bis zu alltäglichen Fragen der Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern in den Pfarren und Pfarrgemeinden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den großartigen Frauen in der Frauenkommission für die Frauen in der Diözese Linz.“
Synodale Führung im neuen Vorstand
Susanne Würleitner übernimmt die Leitung des Gremiums in synodaler Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Diözese Linz, Mag.a Magdalena Welsch, sowie drei Stellvertreterinnen, die ebenfalls am 27.11.2025 gewählt wurden: Rita Moser aus Bad Ischl gestaltet bereits seit vielen Jahren die Frauenkommission mit. Ihr ist es ein Anliegen, beherzt und achtsam am Weg zu sein und in lebendiger Offenheit kämpferisch und doch auch gelassen immer wieder aufzubrechen: „Denn was ich gebe, kommt zu mir zurück!“
Viel Erfahrung im Gremium bringt auch Mag.a Christine Schulz mit, Beauftragte für Jugendpastoral und Seelsorgerin in der designierten Pfarre Freistadt: „Es braucht jeden einzelnen Schritt, jedes einzelne Gespräch, jede einzelne mutige Handlung, um die Menschen an Jesu Bild einer lebendigen, offenen, inklusiven Kirche abseits patriarchaler Strukturen und Ungerechtigkeit zu erinnern. Wir brauchen diese Entwicklung hin zu einer offenen, synodalen, geschlechter-gleichberechtigenden Glaubensgemeinschaft – inhaltlich wie strukturell: sowohl jene, die innerhalb dieser Kirche mitleben und mitfeiern, als auch jene, die uns von außerhalb der Kirche wahrnehmen.“
Mag.a Eva-Maria Hinterplattner ist hauptamtlich als Pastoralassistentin in Kronstorf und Enns-St. Laurenz tätig und vertritt seit einem Jahr die Berufsgemeinschaft der pfarrlichen Seelsorger:innen in der Frauenkommission: „Mir ist die Gleichberechtigung von allen ein großes Anliegen. In meiner Tätigkeit als Seelsorgerin werde ich immer wieder mit den Grenzen und Herausforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Daher ist es für mich bedeutend, an diesem Thema stetig dranzubleiben und weiterzuarbeiten, um eine wirkliche Gleichberechtigung erreichen zu können.“
