Nicht nur mitgedacht, sondern fest verankert

Durch die Umstrukturierung der diözesanen Ämter in die diözesanen Dienste wurde auch eine Überarbeitung des Statuts der Frauenkommission notwendig. Dabei behält sie die grundlegende Zielsetzung des Statuts bei:
„Wesentliches Anliegen der Frauenkommission ist es, Frauen eine gleichberechtigte Beteiligung in der Kirche zu ermöglichen und somit den kirchlichen Raum verstärkt für das Wissen, die Erfahrungen und die Spiritualität von Frauen zu öffnen. Die Frauenkommission versteht sich weiters als Interessensvertretung von in der Katholischen Kirche Oberösterreichs lebenden und arbeitenden Frauen und setzt sich die strukturelle Gerechtigkeit für Frauen in der Kirche zum Ziel.“
Bei der Vollversammlung am 7. Februar 2024 wurde das neue Statut beschlossen, am 13. Februar durch das Konsistorium dem Bischof zur Bestätigung empfohlen und am 24. Februar durch Bischof Manfred Scheuer in Kraft gesetzt.
Vernetzung über die Plattform diözesaner Frauenkommissionen Österreichs
Seit über 25 Jahren setzt sich die Frauenkommission für die Interessen der Frauen ein, die in der Katholischen Kirche in Oberösterreich leben und arbeiten. Die Vorsitzende der Frauenkommission, Birgit Feldbauer-Durstmüller, verweist auf die gute Verankerung der Frauenkommission in der Diözese Linz: "Wir sind über die Plattform diözesaner Frauenkommissionen Österreichs gut vernetzt und wissen, dass wir schon viel erreicht haben, wofür Frauen andernorts noch kämpfen müssen. Hier ist ein guter Austausch wichtig, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam erreichen wir am meisten."
Neue Berufsgruppen in der Frauenkommission
Der Frauenbeauftragten Magdalena Welsch war bei der Überarbeitung besonders an einer Repräsentation aller Frauen in der Kirche gelegen, damit diese nicht nur mitgedacht werden, sondern fest verankert sind: „Keine Organisation könnte ohne ihr Personal in der Verwaltung und im Facility Management funktionieren. Diese Berufsgruppen sind stark weiblich geprägt und nun erstmals durch fixe Sitze in der Frauenkommission vertreten.“ Auch die Elementarpädagogik wurde als Berufsgruppe neu mit aufgenommen: „Krabbelstuben und Kindergärten sind unsere ersten Bildungseinrichtungen. Das gilt insbesondere auch für Glaubens- und Herzensbildung. Mit den Pädagoginnen einen guten Austausch zu pflegen ist für die Kirche keine Fleißaufgabe, sondern überlebensnotwendig.“