Linz Mariendom
Neugestaltung Altarraum: Altar, Ambo, Kathedra, Sedes
Heimo Zobernig und Kuehn Malvezzi Architekten, 2017
Der „liturgische Ort“ ist die feiernde Gemeinde. Altar, Ambo und Vorstehersitze (die „liturgischen Orte“ im engeren Sinn) dienen den Feiernden.
Den Architekten Kuehn Malvezzi und Heimo Zobernig ist es gelungen, in die neugotische „Weg-Kirche“ einen „Versammlungsort “ für die feiernde Gemeinde einzubauen.
Die geometrische Figur dieses Zentralraums nehme ich als Ellipse wahr. Altar und Ambo bilden die Brennpunkte der Ellipse und lassen den Mittelpunkt des Doms frei, Kathedra und Priestersitz stehen nahe dem Scheitelpunkt. Die freie bzw. offene Mitte erinnert an das biblische Bilderverbot (vgl. Ex 20,4). In der Mitte steht das Geheimnis Gottes in Jesus Christus, es wird im Wort der Heiligen Schrift und dessen Auslegung (Ambo) sowie im heiligen Zeichen der Eucharistie (Altar) gegenwärtig. Zugleich ist die „offene Mitte“ ein Symbol für den Menschen, der sich dem Geheimnis Gottes öffnet und sich von Wort und Sakrament ergreifen lässt.
Max Strasser, Dompfarrer
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