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Allerseelen in der Ursulinenkirche 2011

Ungewöhnliches zum Allerseelentag

Passend zum Allerseelentag fand am 2. November 2011 eine ungewöhnliche Veranstaltung in der Linzer Ursulinenkirche statt, bei der ein vor vielen Jahrhunderten verstorbener Knabe im Mittelpunkt stand. 

 

 

In der Linzer Ursulinenkirche existieren zwei Reliquienschreine mit heiligen Leibern, die von christlichen Märtyrern aus den Katakomben Roms stammen sollen. Der Schrein des hl. Placidus ist auf einem Seitenaltar links zu finden. In der Krypta hingegen befindet sich der Schrein des hl. Clemens: Ursprünglich aus dem Karmelitinnenkloster stammend, wurden diese Gebeine 1802 den Ursulinen übergeben und dort schließlich neu gefasst. 

 

Gebeine des hl. Clemens. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
Gebeine des hl. Placidus. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
Eva Voglhuber. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
Künstlerin Haruko Maeda (l.) und Martina Gelsinger vom Kunstreferat der Diözese Linz. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
Peter Paul Kaspar. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
Eva Voglhuber und Elisabeth Macho-Biegler am Beginn der Restaurierungsarbeiten am 3. November 2011. © Judith Wimmer / Kunstreferat der Diözese Linz
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Heute allerdings weisen dieser Schrein und die in feiner Klosterarbeit angefertigte Reliquienfassung massive Schäden auf. Abblätternde Vergoldungen, Verschmutzung und Schimmelbildung gefährden die Erhaltung des Objekts. Nun hat sich durch Vermittlung von Martina Gelsinger (Kunstreferat der Diözese Linz) eine Initiative gebildet, die sich für die Restaurierung des wertvollen Kulturguts einsetzt.

Eva Voglhuber vom Kunstreferat referierte über die spannende Geschichte der heiligen Gebeine. Die RestauratorInnen Elisabeth Macho-Biegler (Textil) und Johann Reiter (Holz) standen Rede und Antwort zu den bevorstehenden Arbeiten, die bereits am darauffolgenden Tag in Angriff genommen wurden. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Kirchenrektor Peter Paul Kaspar mit Cembalomusik von Georg Friedrich Händel.

Heute betrachten wir den Reliquienkult früherer Zeiten kritisch, die aufwändigen Reliquiare sind jedoch ein historisches Erbe von großer Kostbarkeit. Reliquienschreine waren Teil des barocken Gesamtkunstwerks – als Blutzeugen wurden die Märtyrer am Altar verehrt. Die Anwesenheit des/der Heiligen sollte Schutz bieten. Als Fürsprecher/in vor Gott war der/die Heilige real gegenwärtig. 

Einen zeitgenössischen Kontrapunkt zum barocken Totenkult stellen die in der Krypta ausgestellten Arbeiten von Haruko Maeda her. Der gebürtigen Japanerin, die in Linz Malerei studiert, war der europäische Umgang mit dem Tod fremd. Der Glanz, der in unserer Tradition den heiligen Gebeinen verliehen wird, übt aber eine große Faszination auf die Künstlerin aus. Schönheit und Furcht, Tod und Leben – das sind die Gegensätze, die sie in ihren Arbeiten zu vereinen sucht.

 

 

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