Gelungene Jahrestagung der Wort-Gottes-Feier-Leitenden
Gemeinsames Singen am Morgen
Am Nachmittag wurde der Blick von den werktäglichen Wort-Gottes-Feiern auf die Tagzeitenliturgie anhand der Vesper und auf die Andachten ausgeweitet. Auch hier ist die gleiche Grundstruktur im Hintergrund, wenngleich Schwerpunkte (und Wiederholungen) gesetzt werden. Hilfreiche Werkbücher wurden durchbesprochen. Dass so eine Fülle an fertigen Abläufen, Auswahlelementen und Varianten vorhanden ist, war vielen der knapp 50 Teilnehmer:innen aus 34 Pfarrgemeinden neu.
In Gruppen- und Einzelarbeitsphasen konnten die Teilnehmer:innen eigene Gottesdienstformen (neu) konzipieren. Eine Teilgruppe bereitete die gemeinsame Wort-Gottes-Feier vor, die den berührenden Schlusspunkt der Veranstaltung setzte.
Sehr motivierend war außerdem ein Vortrag aus der Praxis: Frau Mag.a Stefanie Hinterleitner von der Pfarrgemeinde Linz-Mariendom berichtete von den verschiedenen Gottesdienstformen, welche im Dom angeboten werden: Von der Sonntagsvesper bis zum Gebet mit Liedern aus Taizé, von der werktäglichen Wort-Gottes-Feier bis zu einem meditativen Abend rund um Wort und Musik. Ihre Begeisterung war ansteckend.
Sehr bereichernd war für viele Teilnehmer:innen das gemeinsame Singen: Lieder für den Morgen und Abend (da Werktagsgottesdienste oft an den Randzeiten des Tages gelegen sind), natürlich in der Osteroktav auch österliche Gesänge, Rufe zur Gestaltung von Fürbitten und andere wurden angestimmt und kennengelernt.
Eine gemeinsame Erhebung zu der aktuellen Praxis der kleineren Gottesdienste in den Pfarrgemeinden brachte eine interessante Fülle zu Tage: In 85% der am Samstag vertretenen Pfarrgemeinden finden Werktagsgottesdienste statt und 81% der anwesenden Ehrenamtlichen sind dabei leitend tätig. Die Gottesdienste finden in der Kirche bzw. in der Wochentagskapelle der Kirche statt und vielfach auch in einer Kapelle des Seniorenheims. In den Fotos finden Sie noch weitere Ergebnisse zu dieser kleinen statistischen Befragung. (Die Antworten wurden jeweils nur einmal pro Pfarrgemeinde gegeben.)
Viele Teilnehmer:innen meinten in ihren Rückmeldungen, dass Ihnen zusätzlich zum inhaltlichen Mehrwert, der gemeinsame Tag guttue: „Eine Auszeit“ zu erleben – indem man zur Jahrestagung fährt, Engagierte aus anderen Pfarrgemeinden der Diözese zu treffen, Freundschaften aus gemeinsamen Ausbildungs-Lehrgängen aufleben zu lassen… Auch wir von der Fachstelle Liturgie freuten uns über so viele interessierte und engagierte Menschen! Danke allen fürs Kommen!
Barbara Thielly, Referentin für Liturgie.