Sonntag 8. Februar 2026

Die Nachteile sozialer Medien

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Während der Austausch von Informationen und das Pflegen von Kontakten und Freundschaften zu den großen Vorteilen zählen, gibt es auch Nachteile.

So gilt das Urheberrecht in den sozialen Medien genauso wie in jedem anderen Medium und sollte beachtet werden. Was nicht immer einfach oder eindeutig ist. Denn: bei der Erfindung des Urheberrechtes gab es keine sozialen Medien, in denen etwa Links mit Vorschaubildern geteilt wurden. Das Urheberrecht selbst muss sich derzeit zum Thema „Soziale Medien“ neu definieren. Damals gab es auch keine Plattformen wie Facebook. Dort nämlich geben UserInnen mit dem Akzeptieren der allgemeinen Nutzungsbedingungen, Facebook das Nutzungsrecht an allen hochgeladenen Bildern – auch an denen, deren Nutzungsrecht die/der UserIn gar nicht besitzt, weil z.B. ein „geklautes“ Bild hochgeladen wurde.

 

Auch mit dem Datenschutz hapert es in vielen sozialen Medien. Der SMS-Dienst WhatsApp nimmt es damit gar nicht genau. Nichtsdestotrotz: WhatsApp ist zurzeit DAS soziale Medium der Jugendlichen. Bewusst machen sollte man sich auch, dass alle Daten über einen selbst, die in irgendeiner Form ins Internet gekommen sind, auf irgendeinem Server, irgendwo auf dieser Welt liegen. Wie eingangs erwähnt, bedeutet dies in unserer modernen Welt, dass von den meisten Menschen Daten auf einem unbekannten Server zu finden sind. Jede/r sollte sich daher im Klaren sein, dass er/sie darauf verzichten sollte, Dinge zu klicken, zu posten, zu teilen, zu kommentieren, von denen er/sie nicht will, dass diese irgendwo zu liegen kommen. Dies betrifft das gesamte Internet und nicht nur die sozialen Medien. Wer auf sozialen Plattformen seine persönlichen Privatsphären-Einstellungen schlecht oder gar nicht trifft, kann über diese Netzwerke schnell von anderen Menschen ausspioniert werden – was natürlich nicht jeden Tag passiert, aber passieren kann. Mobbing kann ebenso entstehen, wie auch im analogen Leben gemobbt wird – denn dort und da sind Menschen unterwegs.

 

Letztendlich muss jeder Mensch für sich entscheiden, ob er die Vorteile der sozialen Medien nutzen möchte und gewisse Nachteile in Kauf nimmt. Oder eben nicht. Und jede/r muss für sich festlegen, welche Plattformen genutzt werden und welche nicht. Man muss nicht überall vertreten sein.

 

Vor allem ist zu entscheiden, WIE Plattformen genutzt werden. Das bedeutet: Mit strengen persönlichen Privatsphären-Einstellungen kann nicht jede/r alles, von einem lesen – sondern z.B. nur eine bestimmte Gruppe. Man muss auch nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen, die man erhält, sondern kann, darf und soll seine Freunde, FollowerInnen etc. auswählen. Nicht jeder Blödsinn sollte geliket werden, nicht alles geteilt, retweeted, kommentiert etc. Tun Sie das, was Sie für sich vertreten können. Egal, wie es andere handhaben.

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