Samstag 7. Februar 2026

Ein Blick über die Schulter einer Facebook-Nutzerin

FB

Zuallererst ein Beispiel aus der Praxis eines in den Sozialen Medien aktiven Menschen.

Maria checkt in der Früh ihren Facebook-Account. Sie findet Beiträge über Pferde und Fotografie, zwei Bereiche, die sie als begeisterte Reiterin und Fotografin interessieren. Diese Beiträge erhält sie, weil sie entsprechende Seiten „geliked“ und damit signalisiert hat, dass sie aus diesen Themenbereichen Informationen erhalten will. Dazwischen ist Werbung, u.a. für knallbunte flippige Schuhe, die sie weniger interessieren, die sie jedoch erhält, weil eine ihrer Freundinnen diese Schuhe geliked hat. Und das Foto eines Babys, das eine andere Freundin geboren hat. Dort gibt es bereits 70 Glückwunschschreiben. Maria gratuliert auch.

 

Außerdem erhält sie Informationen von der Facebook-Seite der Diözese Linz – an diesem Morgen eine Aussage vom Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität zu: Wie kann der Weg der Kirche in die Zukunft aussehen?

 

Maria weiß: Was in ihren Account kommt, bestimmt sie durch ihr Nutzerverhalten selbst. Das Programm merkt sich, wo sie nur scrollt, wo sie stehenbleibt und liest, wo sie anklickt und wo sie einen „Like“ setzt – also auf den Knopf „Gefällt mir“ drückt. Auf Facebook, einem sozialen Medium, kann durch Aktion und Reaktion etwas entstehen, das mit klassischen Medien nicht so schnell möglich wäre.

 

Natürlich, die Werbung nervt sie gelegentlich, aber in Facebook zu sein, ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Fast alle Freunde, mit denen sie über Facebook Kontakt hat und Freundschaftsbeziehungen pflegt, kennt sie auch im analogen Leben, nur mit einer Person ist sie ausschließlich über Facebook befreundet. Sie bezieht aus ihrem persönlichen Facebook-Account Inhalte, häufig Cartoons, Texte und Gedichte, Neues aus der Social-Media-Branche und pflegt Freundschaften. Dass Facebook ihre Daten für Werbung verwendet sieht Maria gelassen: Zwar gefällt ihr das nicht, aber heute wird ihrer Meinung nach sowieso jeder Schritt im Internet verfolgt und häufig mit Werbung quittiert, zum Beispiel, wenn sie in Google nach einem Buch sucht. Prompt erscheinen beim nächsten Surfen Werbeanzeigen zu genau diesem Buch – nicht nur in Facebook.

 

Wer, egal in welcher Form mit dem Internet zu tun hat, ist heute darin auffindbar. Es spielt dabei keine Rolle, ob er oder sie zusätzlich Social Media nutzt oder nicht. Es reicht, bei einer Firma zu arbeiten, die ihre MitarbeiterInnen auf der Website vorstellt. Was übrigens die meisten Firmen tun. Schon ist man als Person auffindbar.

 

Facebook zu nutzen bringt Vorteile, die für Maria viele Nachteile aufwiegen. Außerdem, so findet sie, muss man ja nicht alles liken, kommentieren, posten und so weiter. Wie viel man Preis gibt, ist jedem selbst überlassen – Selbstverantwortlichkeit gefragt.

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