Aktuell finden unsere Online-Schulungen nur mehr für das neue Design statt.
Die obligatorische Vorbemerkung: Rechtliches
Das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild (der fotografierten Personen) ist unbedingt einzuhalten. Alles, was für Printmedien gilt, gilt auch für das Internet. Bilderklau im Netz ist nicht nur illegal, sondern kann auch Klagen zur Folge haben, die nicht nur teuer, sondern auch zeitlich sehr aufwendig werden können.
Eine weitere Rahmenbedingung setzen im Social Web die (selten gelesenen) ABGs der verwendeten Dienste. So nimmt sich beispielsweise Facebook das Recht, dass alle hochgeladenen Bilder dem sozialen Netzwerk gehören. Sobald man mit Fotos von anderen operiert, ist das immer mitzudenken.
Oh, so ein schönes Foto! Den/die FotografIn kontaktieren
FotografInnen freuen sich meist über das Interesse an ihren Fotos freuen. Sie stellen Sie gerne zur Verfügung, machmal sogar kostenlos. Fragen kostet also nichts und je freundlicher und konkreter Ihr Email ist, je leichter werden Sie Erfolg haben.
Nachteil dieser Lösung ist, dass oft keine Quellenangabe und Kontaktmöglichkeit zum/zur FotografIn angegeben ist. Auch dauert die Abklärung eine Weile und setzt beiderseits zumindest rechtliches Basiswissen voraus.
Fotos aus Bilddatenbanken mit freien Lizenzen: Public Domain und Creative Commons
Die Grundidee freier Lizenzen ist, dass UrheberInnen die faire Nutzung ihrer Werke Anderen erlauben. Das Urheberrecht als solches verbleibt immer bei dem/der FotografIn, aber das Bild kann unter gewissen Bedingungen genutzt werden.
Public Domain: Vor allem in den USA gibt es zahlreiche Bilder, deren Produktion vom Staat bezahlt wurde, die dann kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Wenn ein Bild als Public Domain (PD) gekennzeichnet ist, können Sie es problemlos verwenden.
Creative Commons: Dabei handelt es sich um ein Kooperationsmodell im Hinblick auf die Werknutzung. Die Non-Profit-Organisation Creative Commons organisiert diese Alternative. Viele FotografInnen stellen ihre Bilder unter einer CC-Lizenz zur Verfügung.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, überprüft mit einer Rückwärts-Bildersuche, ob die CC-Angabe der Realität entspricht.

Suchstrategien
Oft wird ausgerechnet abstrakten Begriffen ein Bild gebraucht. Da ist es oft nicht einfach, das Passende zu finden. Dabei empfehlt sich etwas Kreatitivität: Konkrete Begriffe werden meist in den Schlagworten verwendet, suchen Sie eher danach. Oft illustrieren Bilder mit Details ein Thema besser als Landschaftsmotive. Aber nicht nur die Schönheit der Schöpfung Gottes kann Thema sein: welche Alltaggegenstände verbinden sie mit den Gefühlen zu Ihrem Thema?
Zudem bietet es sich an nicht nur mit deutschen Begriffen, sondern auch auf Englisch zu suchen, weil damit der Pool meist enorm erweitert wird. Wer aber z.B. im Kontext Vatikan etwas braucht, ist oft sogar mit Italienisch gut beraten.
Um die gefundenen Fotos zu sortieren und die besten Bilder zu bekommen, bietet es sich oft auch an Funktionen wie z.B. auf Flickr nach "Interesting" zu nutzen.
Hilfreich ist es auch - wenn möglich - gleich anzuklicken, ob ein Quer- oder Hochformat gewünscht ist.
Ausgewählte Quellen für freies Bildmaterial
Lesen Sie jedenfalls die Lizenzbedingungen der Plattformen genau durch!
Für die Suche nach spezifisch christlichen Motiven
Dem kooperativen System etwas zurückgeben!
Das System freier Lizenzen funktioniert nur, wenn sich viele Menschen daran beteiligen. Insofern gibt es zwar keine Verpflichtung, die eigenen Fotos (oder andere kreative digitale Werke wie Texte, Videos, Audios, Software, ...) auch zur Verfügung zu stellen, aber es ist ein Akt der Freundlichkeit und Kooperation, ja hat vielleicht auch theologischen Qualität.
Darüberhinaus hat das Lizensieren der Fotos mit CC den Vorteil, dass dann auch die eigenen Bilder von anderen mit denselben Methoden gefunden und verwendet werden können - was durchaus auch ein Baustein zur Verbreitung der Botschaft des Evangeliums sein kann und was vielleicht gute Backlinks auf die eigene Website etc. einbringt. Eine Voraussetzung für Gefundenwerden ist es Bilder gut zu beschlagworten.
Stockfotos
Darüberhinaus gibt es kommerzielle, professionelle Bilddatenbanken, z.B. Shutterstock. Realistischerweise lohnt hier der Kauf eines Fotos nur, wenn Sie es längerfristig und/oder crossmedial einsetzen wollen, z.b. als Hauptmotiv für die Bewerbung eines größeren Events.
Clipdealer bietet auch Fotos mit Social Media Lizenz.
Wo wird der Copyright-Hinweis platziert?