Dunkel – Licht – Wärme
Unaufhaltsam werden nun die Tage kürzer, das Sonnenlicht weniger und die dunklen Stunden mehr. Auch ist die Zeit der wärmenden Hauben da. Wo finden wir jetzt das Licht und die Wärme? Im Sommer hat die Sonne alles hell erleuchtet und kräftig erwärmt – hoch über uns. Nun sind wir es, die Licht und Wärme bringen können – mit Laternen und Mitgefühl.
Mit den Kindergartenkindern kommt man rund um das Martinsfest am 11. November in Kontakt und Berührung mit dieser Tradition seit Generationen: ob ein Martinsfest, ein Lichterfest oder ein Laternenumzug im Zentrum steht, das hängt ganz vom Kindergarten ab.
Martin war in eine Rittersfamilie geboren und musste auf Befehl des Kaisers mit 15 Jahren die Ritterschaft annehmen. Mit 18 Jahren ließ er sich aus eigenem Willen taufen und wurde später zum Bischof von Tours geweiht, obwohl er das nicht wollte.
Sankt Martin ist jener Heilige, der mit seinem Schwert seinen wärmenden Umhang geteilt hat. Eine Hälfte diente ihm selbst, um sich zu wärmen. Die andere Hälfte gab er einem halbnackten, frierenden Bettler, der in kalter Nacht bei einem Tor saß, durch welches Martin als Soldat ritt. Diese Situation hat sein Mitgefühl wachgerufen.
Martin hat sich nicht selbst verausgabt. Er hat die Not und Bedürftigkeit des Bettlers wahrgenommen, sich davon im Herzen anrühren und tätig werden lassen: Martin hat seine ihm schützende und wärmende Umhüllung geteilt – mit diesem milden und barmherzigen Tun hat er Wärme und Licht zu seinem bedürftigen Mitmenschen und in die Welt gebracht.
Martinslied mit Cocopelli zum Mitsingen
Spielst du ein Instrument? St. Martin-Lied mit Noten
Die allerschönste Laterne auf der Welt zum Vorlesen
