Das Büro des Dechaten und der Dekanatssekretärin befindet sich bis zur Umstellung auf die Pfarre NEU in der Pfarre Linz-Hl. Familie
Montag bis Freitag: 09:00-12:00
In ihren Ausführungen riefen sie uns Lektorinnen und Lektoren ins Bewusstsein, dass wir „Dienst am Wort Gottes“ tun.
Gottes Wort aufmerksam hören und zuversichtlich weitersagen, dazu sind wir Christinnen und Christen berufen. Im Zentrum des Alten Testaments steht die Zusage Gottes: „Ich bin da,“ oder die neuen Einheitsübersetzung zitierend: „Ich bin der ich bin.“ Die frohe, mutmachende Botschaft lautet: „Gott ist gut!“ Sie manifestiert sich in Glaube, Liebe, Hoffnung. Das Neue Testament rückt Jesus ins Zentrum und ihm wird unter anderem der Name „Immanuel, Retter und Heiland“ gegeben.
Beim Gespräch in Kleingruppen bekamen wir einen anderen, neuen Blick auf vertraute Evangelientexte. Beim Zusammentragen der Worte, die uns besonders berühren, entstand eine sehr meditative Stimmung.
Es macht einen Unterschied, wie Lektorinnen und Lektoren ihren Dienst tun. Vorbereitet, im Herzen berührt und mit einem Lächeln auf den Lippen, sodass alle gerne zuhören und mitdenken, oder unvorbereitet und in Eile. Besprochen wurde auch, dass manche Lesungen von Gewalt erzählen und es schwierig ist, diese Texte vorzutragen.
Von den Impulsen angeregt und durch die Gemeinschaft gestärkt gingen wir nach dem gemütlichen Ausklang bei Würstl und Getränken nach Hause, in dem Wissen, auch junge Menschen sind bereit für den Dienst als Lektorinnen und Lektoren und das stimmt zuversichtlich.
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
In jener Zeit
1 lehrte Jesus wiederum einmal am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
2 Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
3 Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
4 Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.
5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht.
8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.
9 Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
10 Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.
11 Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt;
12 denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.
13 Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen?
14 Der Sämann sät das Wort.
15 Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
16 Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf;
17 aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
18 Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar,
19 aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht.
20 Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.