In ihren Ausführungen riefen sie uns Lektorinnen und Lektoren ins Bewusstsein, dass wir „Dienst am Wort Gottes“ tun.
Gottes Wort aufmerksam hören und zuversichtlich weitersagen, dazu sind wir Christinnen und Christen berufen. Im Zentrum des Alten Testaments steht die Zusage Gottes: „Ich bin da,“ oder die neuen Einheitsübersetzung zitierend: „Ich bin der ich bin.“ Die frohe, mutmachende Botschaft lautet: „Gott ist gut!“ Sie manifestiert sich in Glaube, Liebe, Hoffnung. Das Neue Testament rückt Jesus ins Zentrum und ihm wird unter anderem der Name „Immanuel, Retter und Heiland“ gegeben.
Beim Gespräch in Kleingruppen bekamen wir einen anderen, neuen Blick auf vertraute Evangelientexte. Beim Zusammentragen der Worte, die uns besonders berühren, entstand eine sehr meditative Stimmung.
Es macht einen Unterschied, wie Lektorinnen und Lektoren ihren Dienst tun. Vorbereitet, im Herzen berührt und mit einem Lächeln auf den Lippen, sodass alle gerne zuhören und mitdenken, oder unvorbereitet und in Eile. Besprochen wurde auch, dass manche Lesungen von Gewalt erzählen und es schwierig ist, diese Texte vorzutragen.
Von den Impulsen angeregt und durch die Gemeinschaft gestärkt gingen wir nach dem gemütlichen Ausklang bei Würstl und Getränken nach Hause, in dem Wissen, auch junge Menschen sind bereit für den Dienst als Lektorinnen und Lektoren und das stimmt zuversichtlich.