Feierliche Glockenweihe durch Bischof Schwarz bei den Elisabethinen
Die Glocke der Ordenheiligen_Foto: Elisabethinen Linz
Die „glockenlosen Zeiten“ der Elisabethinen Linz sind vorbei: Erstmals seit dem 2. Weltkrieg gibt es wieder ein Geläute im Turm der Elisabethkirche.
Lange „glockenlose“ Zeit
Die Elisabethkirche wurde zwischen 1762 und 1768 gebaut; Der Turm konnte infolge fehlender Mittel nicht ausgebaut werden und wurde nur flach gedeckt. In ihm befanden sich zwei Glöckchen. Durch Spenden konnte 1836 für den Turm eine Uhr und eine größere dritte Glocke aus der Linzer Glockengießerei Hollereder angeschafft werden. Am 18. April 1845 wurde mit der Aufstockung des Turms von 18 Klafter auf 27 Klafter begonnen; der Bau wurde in Rekordzeit am 7. Mai 1845 beendet.
1916 mussten zwei Glocken (die groß und die kleine) für Kriegszwecke abgeliefert werden. Die mittlere Glocke (aus dem Jahr 1810) durfte bleiben. Im April 1935 wurden drei neuen Glocken aus der Gießerei St. Florian geweiht und die Orgel auf elektischen Betrieb umgestellt Am 18. Dezember 1941 mussten die drei Glocken wieder für Kriegszwecke abgeliefert werden. Seither hatte der Turm der Elisabethkirche keine Glocken.
Feierliche Weihe des neuen Geläutes
Daher war bei allen Mitfeiernden die Freude groß, als am 25. April 2012 die vier neuen Glocken, hergestellt in der Passauer Gießerei Perner, geweiht wurden und ihren endgültigen Bestimmungsort im Turm der Elisabethkirche fanden. Das neue Geläute war durch die Großzügigkeit der Wiener Elisabethinen, der Freunde und der Elisabethinen ermöglicht worden. Nach der Begrüßung der Gäste durch Generaloberin Schwester M. Barbara Lehner fanden ein Wortgottesdienst und die Segnung der Glocken mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz statt. Musikalisch Umrahmt wurde die Feier durch den Lislchor unter der Leitung von Monika Hinterlehner, eine Bläsergruppe und die Sopranistin Ursula Langmayr.