Sonntag 18. November 2018

Die Krypta

Neben den beiden Sakristeien führen Marmorstiegen in die Krypta, die unter der Votivkapelle einen Kapellenraum umschließt. Hier werden im Winter die Wochentagsgottesdienste und die Taufen gefeiert.

 

An der Spitze des Raumes ist eine Gedenktafel anlässlich der Grundsteinlegung angebracht. Im Boden sind die Grabplatten über den Gräbern der Linzer Bischöfe zu sehen. Vorne in der Mitte ist das tatsächliche Grab von Bischof Rudigier. Die Tumba in der Oberkirche befand sich früher an diesem Platz über dem Grab. Auch seine sechs Nachfolger und Erzbischof Alois Wagner (†2002) liegen hier begraben.


Die Gebeine seiner vier Vorgänger wurden 1929 aus der Gruft des "Alten Domes" hierher übertragen. Rechts vorne ist für sie eine Gedenktafel angebracht.

Drei Kapellenfenster zeigen Jesus als Weltenrichter mit Waage, Schwert und Lilie (Mitte), Maria als Schmerzhafte Muttergottes (links) und Johannes den Täufer als Fürsprecher mit dem Lamm Gottes (rechts). Die übrigen Fenster zeigen Symbole von Tod, Auferstehung und Gericht.

 

Gegenüber dem Kapellenraum steht die Linzer Domkrippe. Vor der Schatzkammer sind einige Objekte zur Geschichte des Dombaues ausgestellt - Hammer und Kelle zur Grundsteinlegung von 1862. Zu diesen Objekten gibt es eine Bleistiftstudie, die mit 1. Mai 1862 datiert ist. Der Linzer Domschlüssel ist eine Stahlschnittarbeit des Steyrers Michael Blümelhuber (1865–1936) von 1924. Am Bart ist ein Kreuz, der Griff ein Vierpass, am Schaft ranken sich Rosen und unten prangt die Siebenzahl in Lilien als Sinnbild der makellosen Reinheit Mariens. Im Strahlenkranz schwebt die Taube des Heiligen Geistes, zwei Engel beten das Geheimnis der Unbefleckten Empfängnis an. Der Schlüssel wurde 1985 dem Dom übergeben.


Die Fahne des Dombauvereines ist auch hier zu sehen. Sie besteht aus weißem Seidendamast und zeigt auf einer Seite den Grundriss des Domes mit Brustbildern der Heiligen Franz Xaver und Joseph, auf der anderen Seite Maria Immaculata mit erhobenen Händen, Bittinschrift und den Wappen von Oberösterreich und der Stadt Linz. Die Fahne wurde nach einem Entwurf von Vincenz Statz in einem Kloster in Aachen gestickt, die Seidenmalereien stammen von Edward Steinle, vollendet 1862.

In der Schatzkammer sind weitere Objekte in Vitrinen präsentiert: Die seidene Pilgerfahne wurde zu den Pilgerfahrten 1900, 1906 und 1910 ins Heilige Land mitgeführt (Fenster Nr. 4 und 11). In Seidenstickerei und Seidenmalerei sind auf der einen Seite die Darstellung der Maria Immaculata, in Medaillons der heilige Florian von Lorch und Maximilian, und auf der anderen Seite Medaillons von Christus Salvator und die heiligen Franziskus und Leopold zu sehen.

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