
Diözesantag 2026
In besonderer Weise ging es um die Frage, was den Menschen in einer zunehmend von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geprägten Welt wirklich ausmacht. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bildeten dabei den thematischen Rahmen.
Unter dem Referatstitel „In Sorge um das (gemeinsame) Menschsein“ setzte sich Gastreferent Dr. Markus Schlagnitweit mit dem christlichen Menschenbild und den Herausforderungen unserer Zeit auseinander. Ausgehend von der Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ stellte er die Frage, worin die wahre Größe des Menschen liegt.
Seine zentrale Botschaft: Nicht technologische, wirtschaftliche oder wissenschaftliche Höchstleistungen machen den Menschen einzigartig. Vielmehr sind es seine Fähigkeit zu Beziehungen, seine Herzensbildung und seine Solidarität mit anderen. Gerade die Endlichkeit, Begrenztheit und Verletzlichkeit des Menschen seien keine Schwächen, sondern wesentliche Voraussetzungen für ein erfülltes und menschliches Zusammenleben. Ein Denkanstoß, der angesichts der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz besondere Aktualität besitzt.
Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer erinnerte in seiner Predigt anhand des Sonnengesangs des heiligen Franziskus an die Verantwortung für die Schöpfung. Die Sorge um die Erde und die Sorge um die Menschen seien untrennbar miteinander verbunden.
Ein weiterer Bestandteil des Diözesantages war die Präsentation der alljährlichen KMB-Erklärungen, durch Obmann DI Bernhard Steiner. Sie stellten grundlegende Positionierungen der KMB in OÖ dar und bilden wertvolle Impulse für die KMB Arbeit im laufenden Arbeitsjahr.
Die Konferenz machte deutlich: Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen braucht es ein Menschenbild, das nicht allein auf Leistung und Fortschritt setzt, sondern auf Menschlichkeit, Verantwortung und gelebte Solidarität. Das kann keine künstliche Intelligenz bieten.

















