Hellwach für den Frieden
Dr. Michael Mayr erklärtt, wie es zum Filmprojekt kam
Dicht gedrängt versammelten sich im Stadl des ehemaligen Wohnhauses und landwirtschaftlichen Anwesens von Franz und Franziska Jägerstätter die Wallfahrer und Wallfahrerinnen, um sich inhaltlich mit einem Film über Widerstand im Osttiroler Grenzland in der NS-Zeit auseinanderzusetzen.
Der Salzburger Journalist, Buchautor und Filmproduzent Dr. Michael Mayr brachte zum Thema der Wallfahrt den Film „Grenzleben - Mit Mut gegen Hitler in Osttirol“ mit. Im Film werden fünf Persönlichkeiten vorgestellt, die in ihrem Einsatz für den Widerstand beim „Schmuggeln“ von vor allem jüdischen Personen über die Grenze ihr Leben und jenes ihrer Familien riskiert haben. Diese Menschen vor den Vorhang zu heben war Michael Mayr neben der Auseinandersetzung mit den historischen Begebenheiten besonders wichtig. Mit einem solchen Film soll das Schweigen durchbrochen werden. Dr. Mayr forderte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Wallfahrt auf, ihre persönlichen „Widerstanderfahrungen“ nach der Filmvorführung einzubringen.
Volle Aufmerksamkeit im Stadl der "Jägerstätters"
Anschließend gingen die Wallfahrer und Wallfahrerinnen, die von Burghausen, Pischelsdorf, Ostermiething und Salzburg zu Fuß oder mit Fahrrädern aufgebrochen waren, vorbei am Jägerstätter-Friedensdenkmal zur Pfarrkirche. Dort feierte der geistliche Assistent der KMBÖ, Pfarrer Andreas Jakober, gemeinsam mit Diakon Johann Niederreiter einen beeindruckenden Gottesdienst, der musikalisch vom Ehepaar Langwieder aus Salzburg gestaltet wurde.
Noch ein paar Bilder:
Obmann der KMBÖ Karl Toifl mit Wallfahrern im Gespräch
Wallfahrer stärken sich
Gespräche vor dem Jägerstätter-Haus: v.l.n.r. Bernhard Steiner (Diözesanobmann der KMB Linz) im Gespräch mit Herbert Wallmannsberger (Diözesanobamm der ED Salzburg).
Teile der Wallfahrer bei der Friedensglock am Kirchenvorplatz
Alle Fotos: (c) KMB
