
Jahresschwerpunkt 2026/2027
Das gemeinsame Haus Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung – ein Auftrag auch für Männer.
Männer stehen oft vor der Frage, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: für uns selbst, für unsere
Familie und für die Welt, in der wir leben. Die Sorge um unser „gemeinsames Haus“ ist der konkrete Auftrag, Gerechtigkeit zu fördern, den Frieden
zu stärken und die Schöpfung zu bewahren.
1. Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen
Echte Stärke zeigt sich im Bewusstsein für die Folgen des eigenen Tuns.
Beispiele sind: die faire Aufteilung der Verantwortung in der Familie und
am Arbeitsplatz oder der bewusste Umgang mit den Ressourcen.
2. Gerechtigkeit leben – statt nur darüber zu sprechen
Gerechtigkeit wird sichtbar im Umgang mit Schwächeren, in der Bereitschaft,
eigene Privilegien zu hinterfragen und anderen Raum zu geben, in
der Familie, im Beruf oder im gesellschaftlichen Leben.
3. Friedenshaltung – z.B. eine Mutprobe
Frieden entsteht aus einer inneren Haltung: Er beginnt im offenen Zuhören
und zeigt sich im respektvollen Umgang. Es braucht den Mut, auch
einmal nachzugeben und aufeinander zuzugehen.
4. Die Schöpfung bewahren – eine Aufgabe für heute
Die Sorge um unsere Umwelt betrifft die Gegenwart und Zukunft.
Es geht konkret um bewussten Konsum, einen achtsamen Umgang mit der
Natur und den vorhandenen Ressourcen.
5. Gemeinschaft gestalten – nicht isoliert leben
Das „gemeinsame Haus“ ist nicht nur die Erde, es ist auch die Gemeinschaft,
in der wir leben.
Es braucht dazu keine perfekten, aber entschlossene Männer, die sich einbringen,
die für Gerechtigkeit einstehen, den Frieden fördern und unsere
Schöpfung mit Ehrfurcht nutzen.
Dafür bin ich selber in der KMB und in der Kirche tätig, dafür bedanke ich
mich bei euch für euer Engagement und auch euren Mut, immer wieder im
Geist Jesu zu handeln.
Mag. Josef Lugmayr
Leitung Team Männer, Generationen und Familie
Beziehungs-, Ehe- und Familienseelsorger der Diözese
(bis 31.08.2026)
