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28. Mai: Apg 21,40 – 22,21

   

Foto: Ingrid Penner

Die Ikone aus der Pauluskirche in Damaskus zeigt die Begegnung des Paulus mit dem Auferstandenen. Im Laufe der Überlieferungsgeschichte kam das Motiv des Sturzes vom Pferd dazu, das die Bibel nicht erzählt. Nochmals bietet sich nach der Darstellung des Lukas hier die Gelegenheit, die besondere Berufung des Paulus durch Gott zu erzählen.

 

Paulus erzählt von seiner Berufung

 

40   Als der Oberst es erlaubte,

stellte sich Paulus auf die Freitreppe

und gab dem Volk mit der Hand ein Zeichen.

Alles wurde still und er redete sie in hebräischer Sprache an:

221 Brüder und Väter! Hört jetzt,

was ich euch zu meiner Verteidigung zu sagen habe.

2     Als sie hörten, dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete,

waren sie noch ruhiger. Und er sagte:

 

3     Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Kilikien,

hier in dieser Stadt erzogen,

zu Füßen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet,

ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.

4     Ich habe diesen Weg bis auf den Tod verfolgt,

habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert.

5     Das bezeugen mir der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten.

Von ihnen erhielt ich auch Briefe an die Brüder

und begab mich nach Damaskus, um auch jene,

die dort waren, zu fesseln

und zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen.

6     Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte,

da geschah es, dass mich um die Mittagszeit

plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte.

7     Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen:

Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

8     Ich antwortete: Wer bist du, Herr?

Er sagte zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst.

9     Meine Begleiter sahen zwar das Licht, die Stimme dessen aber,

der zu mir sprach, hörten sie nicht.

10   Ich sagte: Herr, was soll ich tun?

Der Herr antwortete: Steh auf und geh nach Damaskus,

dort wird dir alles gesagt werden, was dir zu tun bestimmt ist.

11   Da ich aber vom Glanz jenes Lichtes geblendet war,

sodass ich nicht mehr sehen konnte,

wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt

und gelangte so nach Damaskus.

 

12   Ein gewisser Hananias, ein frommer Mann nach dem Gesetz,

der bei allen Juden dort in gutem Ruf stand,

13   kam zu mir, trat vor mich und sagte:

Bruder Saul, du sollst wieder sehen!

Und im gleichen Augenblick konnte ich ihn sehen.

14   Er sagte: Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt,

seinen Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen

und die Stimme seines Mundes zu hören;

15   denn du wirst vor allen Menschen sein Zeuge sein für das,

was du gesehen und gehört hast.

16   Was zögerst du jetzt? Steh auf, lass dich taufen

und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an!

 

17   Es geschah aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war

und im Tempel betete, dass ich in eine Verzückung geriet.

18   Und ich sah ihn, wie er zu mir sagte:

Beeil dich, verlasse sofort Jerusalem;

denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen.

19   Da sagte ich: Herr, sie wissen doch, dass ich es war,

der jene, die an dich glauben, ins Gefängnis werfenund in den

Synagogen auspeitschen ließ.

20   Auch als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde,

stand ich dabei;

ich stimmte zu und passte auf die Kleider derer auf, die ihn umbrachten.

21   Aber er sagte zu mir:

Brich auf, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!

 

Impulsfragen:

  • Vergleichen Sie die Textstelle mit der Berufungserzählung in Apg 9. Wie wird die Berufung von Paulus erlebt und wie wird sie von ihm hier erzählt? Finden Sie Unterschiede? 
  • Woran merkt man, dass Paulus sehr bewusst für sein jüdisches Publikum spricht (Formulierungen, was wird betont, wie wird geredet)?
  • Was ist Ihre persönliche Berufungsgeschichte und wie erzählen Sie anderen davon? 

Magdalena Lass

 

 

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Versäumte Impulse können Sie hier nachlesen.

  

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Herausgeber: Dr. Franz Kogler, Bibelwerk Linz, Pastoralamt, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Österreich
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Redaktion: Mag.a Klara Porsch
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