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27. Mai: Apg 21,27–39

   

Foto: Ingrid Penner

„Hinter Gittern“ zu sitzen bedeutet, in Unfreiheit leben zu müssen. Paulus wird durch die Haft aber vor der wütenden Menge geschützt. Ähnlich wie bei der Verhaftung Jesu wird auch hier das Volk aufgewiegelt und schreit das „Weg mit ihm“.

 

Paulus entgeht durch Verhaftung der Lynchjustiz

 

27   Als die sieben Tage zu Ende gingen,

sahen ihn die Juden aus der Provinz Asien im Tempel.

Sie brachten das ganze Volk in Aufruhr, ergriffen ihn

28       und schrien: Israeliten! Kommt zu Hilfe!

Das ist der Mensch, der in aller Welt Lehren verbreitet,

die sich gegen das Volk und das Gesetz und gegen diesen Ort richten;

er hat sogar Griechen in den Tempel mitgenommen

und diesen heiligen Ort entweiht.

29   Sie hatten nämlich kurz zuvor den Epheser Trophimus

mit ihm zusammen in der Stadt gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel mitgenommen.

 

30   Da geriet die ganze Stadt in Aufregung und es gab einen Volksauflauf.

Sie ergriffen Paulus und zerrten ihn aus dem Tempel

und sofort wurden die Tore geschlossen.

31   Schon wollten sie ihn umbringen,

da brachte man dem Obersten der Kohorte die Meldung hinauf:

Ganz Jerusalem ist in Aufruhr!

 

32   Da nahm er sogleich Soldaten und Hauptleute hinzu

und eilte zu ihnen hinunter.

Als sie den Obersten und die Soldaten sahen,

hörten sie auf, Paulus zu schlagen.

33   Der Oberst trat hinzu, ergriff ihn, ließ ihn mit zwei Ketten fesseln

und fragte, wer er sei und was er getan habe.

 

34   In der Menge schrien die einen dies, die andern das.

Da er wegen des Getümmels nichts Sicheres ermitteln konnte,

befahl er, ihn in die Kaserne zu führen.

35   Als Paulus an die Freitreppe kam,

mussten ihn die Soldaten wegen des Ansturms der Masse tragen.

36   Denn die Volksmenge lief hinterher und schrie: Weg mit ihm!

 

37   Als man Paulus in die Kaserne bringen wollte, sagte er zum Obersten:

Darf ich ein Wort mit dir reden?

Der antwortete: Du verstehst Griechisch?

38   Dann bist du also nicht der Ägypter,

der vor einiger Zeit einen Aufruhr angezettelt 

und die viertausend Sikarier in die Wüste hinausgeführt hat?

39   Paulus antwortete: Ich bin ein Jude aus Tarsus in Kilikien,

Bürger einer nicht unbedeutenden Stadt.

Ich bitte dich, gestatte mir, zum Volk zu sprechen!

 

Impulsfragen:

  • Wieso kennen die Juden aus der Provinz Asien Paulus (vgl. Apg 19,8–10) und was werfen sie ihm vor?
  • Wie stellt Lukas in der Apostelgeschichte das Verhältnis des Paulus zu seinem Volk und zum jüdischen Gesetz dar (vgl. Apg 16,3f; 21,24; 22,3.14; 24,14–16; 25,8; 26,4–7; 28,17.20–21)?
  • Haben Sie schon erfahren, dass Sie in Ihren Absichten grundlegend missverstanden wurden – und wie haben Sie darauf reagiert bzw. würden Sie heute darauf reagieren? Haben Sie auch schon erlebt, dass Sie von unerwarteter Seite Unterstützung bekommen haben? 

Michael Zugmann

 

 

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Herausgeber: Dr. Franz Kogler, Bibelwerk Linz, Pastoralamt, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Österreich
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Redaktion: Mag.a Klara Porsch
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