Startveranstaltung - Mit viel Zuversicht in die Umsetzung
Dechant Johann Hammerl begrüßte die Anwesenden und betonte, das Dekanat sei bereits auf einem guten Weg, weil es in fast allen Pfarren Seelsorgeteams gebe. Man könne daher zuversichtlich den Prozess vom Dekanat zur Pfarre beginnen. „Wir sind unterwegs als Getaufte, eingetaucht in den Geist Jesu“, so der Dechant. Auch Dekanatsassistent Josef Sengschmid unterstrich in einem spirituellen Impuls entlang des Lieds „Ich bin getauft“ die gemeinsame Taufberufung, die alle Anwesenden miteinander verbindet. Gerade für die neue Pfarrstruktur sei es ein Gebot der Stunde, sich dieser Taufberufung aller Christ:innen bewusst zu werden, betonte Sengschmid.
Mit einer neuen Struktur weiterhin nah bei den Menschen
Nach dem „Sichtbarmachen“ der vielfältigen Funktionen der Teilnehmenden stellten sich die Mitglieder des Kernteams, die Prozessbegleiter:innen und der inhaltliche Beauftragte vor. Danach gab Christoph Lauermann, Ordinariatskanzler der Diözese Linz und Leiter der Stabsstelle Pfarrstruktur, grundlegende Informationen zur Struktur der zukünftigen Pfarre und beantwortete Fragen der Anwesenden. Lauermann betonte, zur Organisation kirchlicher Gemeinschaften brauche es seit jeher Strukturen. Diese seien im Lauf der Geschichte stets an die Situation der jeweiligen Zeit angepasst worden. Die Kernfrage sei aber vielmehr: Wozu ist Kirche da? Darauf gab Lauermann eine mögliche Antwort: „Damit mehr Glaube, Hoffnung und Liebe in die Welt kommen – und damit möglichst viele Menschen erfahren, wie gut es Gott mit uns meint.“ Ein wesentlicher Aspekt der Pfarrstrukturreform sei, so Lauermann, dass es auch in Zukunft in Oberösterreich ein flächendeckendes Netz von Pfarren als kirchliche Gemeinschaften geben werde. Dieses Netz werde von Priestern, Diakonen, Seelsorgerinnen und Seelsorgern, hauptamtlich und ehrenamtlich engagierten Gläubigen gemäß ihren Berufungen, Beauftragungen und Charismen getragen.
Gute Gespräche, lebendige Teilnahme
Da in fast allen Pfarren des Dekanats bereits Seelsorgeteams gebildet und beauftragt sind, konnte bei der Startveranstaltung der Schwerpunkt auf Erfahrungen in der neuen Struktur, deren Chancen und Herausforderungen gelegt werden. Dafür stellten sich Pfarrer und Pfarrvorständ:innen der bereits neu gegründeten Pfarre Raum Wels den Fragen der Anwesenden, zuerst im Plenum, danach in Tischrunden.
Die Sammlung von Vorschlägen für den Namen der zukünftigen Pfarre hatte bei der Veranstaltung ebenso Platz wie der Blick auf die derzeitige Situation im Dekanat mit den Fragen: Was gelingt? Was braucht es verstärkt? Worauf ist gut verzichtbar?
Die inhaltliche Beauftragte Maria Eicher betonte anhand des biblischen Beispiels der Brotvermehrung, für die künftige Struktur sei entscheidend, dass viele bereit seien, ihren Beitrag zum Gelingen in der neuen Pfarre zu leisten. Die Lieder „Wer glaubt, ist nicht allein“ und „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ unterstrichen diesen Gedanken.
Am Ende der Veranstaltung erbat Dechant Johann Hammerl den Segen Gottes für den gemeinsamen Weg vom Dekanat zur Pfarre.
Dekanatsassistent Josef Sengschmid freute sich über die gelungene Startveranstaltung und das große Interesse der Teilnehmenden. „Die Grundstimmung war sehr positiv. Das Miteinander, das bereits gepflegt wird, wurde nochmals vertieft. Der Erfahrungsaustausch mit Pfarrer und Pfarrvorständ:innen aus der Pfarre Raum Wels war für mich motivierend und bestärkend.“