Pfarrgemeinde Rainbach im Mühlkreis
Gotische Kirche
Die Pfarre im Gebiet von Rainbach wird in einer Urkunde des Stiftes Hohenfurt 1289 erstmalig erwähnt, die Gründung erfolgte durch den Landesfürsten, nicht durch den Passauer Bischof und umfasste ursprünglich die zur Herrschaft Freistadt gehörenden Ortschaften Rainbach, Apfoltern, Dreißgen, Labach, Sonnberg, Summerau, Vierzehn und Zulissen, die zur Herrschaft Weinberg gehörenden Ortschaften Hörschlag und Kerschbaum sowie die zuerst zur Herrschaft Hohenfurt und später zu Waldenfels gehörenden Ortschaften Eibenstein und Stiftung. Im 18. Jahrhundert veränderten sich die Pfarrgrenzen nochmals erheblich.
Eine Kirche gab es wahrscheinlich schon seit es eine Siedlung gab. Bei Grabungen wurden im ehemaligen Altarraum (heute Taufkapelle) Fundamente entdeckt. Es wird angenommen, dass hier zuerst eine Holzkapelle und dann eine turmartige romanische Kapelle stand. Aus dieser Zeit ist noch ein roher Kopf aus Granit an der südlichen Friedhofmauer erhalten.
Um 1330 erfolgte der Bau der gotischen Mariä Himmelfahrt geweihten Kirche.40 Jahre später entstand eine dem Heiligen Michael geweihte Kapelle neben der Kirche. Diese wir im Zuge der josephinischen Reformen 1786 aufgelassen und dient heute als Totenkapelle.
Ab ca. 1470 bis 1498 wurde die Kirche vergrößert und der 26 m hohe Turm gebaut. 1498 wird die große Marienglocke gestiftet. Sie bildet mit der mittleren Glocke, der um 1400 gegossenen Friedensglocke und der kleineren Glocke, der Armenseelenglocke aus 1525, das Geläut der Kirche. Zwei weitere Glocken mussten im 1. Weltkrieg abgeliefert werden und gingen verloren.
1963 werden die von Margit Bilger entworfenen und in der Schlierbacher Glaswerkstätte gefertigten Fenster der Kirchensüdseite eingesetzt, zwei Jahre später folgen die Fenster der heutigen Taufkapelle.1969/70 erfolgte eine Kirchenerweiterung nach Norden nach Plänen von Architekt Anton Zeman. Die Bronzeplastiken im Altarraum schuf Peter Dimmel, die Kirchenfenster im Neubau entwarf Rudolf Kolbitsch.
Über die Pfarre
Quellen:
Wikipedia