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Mo. 31.08.26

Ökumenischen Gedenkandacht zum Bauernkrieg 1626 am 30.8.2026 bei der Bauernkriegskapelle in der Pfarrgemeinde Schenkenfelden

400 Jahre nach einem dramatischen Ereignis mitten im Mühlviertel

Anlässlich des Gedenkjahres „400 Jahre Bauernkrieg“ und im Gedenken an die vielen Opfer der Schlacht vom 30. August 1626 hier in Schenkenfelden fand am Sonntag, 30. August 2026, um 14.00 Uhr eine ökumenischen Andacht bei der Bauernkriegskapelle in Königschlag Gemeinde Schenkenfelden statt.

 

Die Andacht wurde vom WORT-GOTTES-FEIER-Leiter Adalbert Stifter aus Schenkenfelden und dem Vertreter der evangelischen Gemeinde Gallneukirchen, Mag. Rudolf Sotz, gemeinsam gestaltet. Die passende, musikalische Umrahmung übernahm eine Gruppe der Musikkapelle Schenkenfelden. 

Im Rahmen der Andacht wurde der Bereich des "Friedhofes", wo die Bauern vermutlich damals begraben wurden, gesegnet.

 

 

 

Geschichtliches zur Kapelle:

Die Bauernkriegskapelle soll an den 30. August 1626 erinnern, an dem eine kriegerische Begegnung zwischen kaiserlichen Truppen und einheimischen Bauern stattfand. Mehr als 300 Bauern mussten damals ihr Leben lassen.

Die Freiwillige Feuerwehr Königschlag ließ 1976 diese Gedenkstätte renovieren und rettete sie so vor dem Verfall. Auch im Jahre 2026 wurde die Kapelle wieder neu renoviert.

 

geschichtliche Details zur Schlacht in Königsschlag:

Rund 3.000 aufständische Bauern versammelten sich im August 1626 im Raum St. Veit und marschierten über Leonfelden Richtung Reichenthal. Am Rand des Miesenwaldes (nahe der Ortschaft Hinterkönigschlag) bauten sie eine Verteidigungsstellung auf. Der Plan der Bauern sah vor, die aus Freistadt anrückende, kaiserliche Truppenabordnung in die Falle zu locken. Die kaiserlichen Reiter in der Stärke von 2 Fähnlein - 2 "Fähnlein" bestanden aus insgesamt ca. 200-300 berittenen Soldaten -  konnten den taktischen Vorteil der kriegsunerfahrenen Bauern jedoch brechen und den Angriff am 30. August blutig niederschlagen. Über 300 aufständische Bauern wurden an diesem Tag von der kaiserlichen Reitertruppe getötet und mussten von den gefangenen Bauern in einer Senke, genannt "Friedhof", nahe dem Schlachtfeld begraben werden. Viele Bauern waren verletzt oder geflohen, die Anführer wurden streng bestraft und teilweise hingerichtet. Einige protestantische Bauern der Region verliesen ihre Heimat, die unter großem Zwang wieder katholisch werden musste, und wanderten in den Folgejahren mit ihren Familien in den Süddeutschen Raum aus, wo ihre Spuren bis heute als "oberösterreichische Exsulanten" nachvollziehbar sind.

 

 

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