Pfarrgründungsfest der Pfarre Engelszell-Peuerbach
Zahlreiche Gläubige, Seelsorger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den 14 Pfarrgemeinden kamen zusammen, um Gemeinschaft zu erleben, den Glauben zu teilen und die Zukunft der neuen Pfarre gemeinsam zu gestalten. Der imposante Einzug wurde von den Kindern angeführt. Nach einer gemeinsamen Eröffnung gab es für die Jüngsten eine eigene Kinderkirche in der Kapelle des Stiftes.
In der voll besetzten Stiftskirche wurde der feierliche Gottesdienst von Pfarrer Johann Padinger zelebriert. In der gemeinsamen Predigt mit Pastoralvorständin Elisabeth Lamplmayr wurde der Bogen von den jahrhundertealten Fundamenten der Stiftskirche zu den Fundamenten des Glaubens gespannt. Nach dem Gottesdienst lud Verwaltungsvorständin Tamara Eichlberger in den Stiftshof zu Begegnung, Austausch und gemütlichem Beisammensein ein.
Ein besonders bewegender Moment war die gemeinsame Tauferneuerung. Vertreterinnen und Vertreter aller 14 Pfarrgemeinden brachten Weihwasser aus ihren Kirchen mit. Dieses wurde zu Beginn der Feier zusammengeführt und anschließend wieder an die einzelnen Pfarrgemeinden weitergegeben. Damit wurde sichtbar gemacht, dass alle Gemeinden durch die Taufe miteinander verbunden sind und gemeinsam Kirche bilden.
Musikalisch erhielt die Feier einen festlichen Rahmen durch einen großen Chor mit mehr als 50 Sängerinnen und Sängern aus der gesamten Pfarre. Zur Aufführung kamen Teile der Messe von Alfred Hochedlinger sowie weitere Chorliteratur. Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen von Josef Schmidauer.
Großes Interesse fand auch die Fotoausstellung „Die Kirche ist weiblich“, die in den Wochen vor dem Fest und bis zum Veranstaltungstag in der Stiftskirche zu sehen war. Die Ausstellung setzte sich mit den vielfältigen Rollen und dem Wirken von Frauen in Kirche und Gesellschaft auseinander und wurde von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern besichtigt.
Etliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten zudem die Möglichkeit, als Fuß- oder Radpilger nach Engelszell zu kommen und so den Gedanken des gemeinsamen Unterwegsseins besonders erlebbar zu machen.
Das Pfarrgründungsfest machte deutlich, was die neue Pfarre auszeichnet: Menschen aus unterschiedlichen Orten und Lebenssituationen wachsen zusammen, übernehmen gemeinsam Verantwortung und gestalten Kirche vor Ort aktiv mit. Der Leitgedanke der Pfarre ist dabei immer spürbar:
„Wir schauen aufeinander, nehmen vieles gemeinsam in die Hand und gehen miteinander im Glauben voran.“
Mit dem gelungenen Fest setzte die Pfarre Engelszell-Peuerbach ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Glaubensfreude und eine lebendige Zukunft der Kirche in der Region.
Stefan Reiter
Obmann des pfarrlichen Pastoralrates