Ein starkes Lebenszeichen der neuen Pfarre Linz-Süd
Am 17. Jänner 2026 wurde der Pfarrvorstand von Bischof Manfred Scheuer feierlich in sein Amt eingeführt.
Mehr als 500 Mitfeiernde aus allen Pfarrteilgemeinden und pastoralen Orten füllten die Pfarrkirche St. Michael bis auf den letzten Platz. Auch Vertreter:innen der Ökumene, des interreligiösen Dialogs, der Nachbarpfarren und der Politik waren unter den Mitfeiernden.
Das Miteinander in der neuen Pfarre wurde auf vielfältige Weise spür- und sichtbar: So wurde beispielsweise stellvertretend für jede Pfarrteilgemeinde und jeden pastoralen Ort eine Kerze entzündet.
Auch der Projektchor, bestehend aus ca. 100 Sänger:innen aus ganz Linz-Süd, wurde zum Zeichen der Zusammengehörigkeit. Unter der Leitung von Roman Schacherl erklang die „Missa brevis Gaudete“ von Gerhard Schacherl, einem gebürtiger „Linz-Südler“.
Beim Festgottesdienst erklärten die drei Ernannten ihre Bereitschaft, die Pfarre Linz-Süd umsichtig zu leiten, in ihr die Grundvollzüge von Kirche lebendig zu halten, dafür zu sorgen, dass das Evangelium zeitgemäß verkündet wird, Arme in die Mitte zu stellen, an Freud und Leid der Menschen Anteil zu nehmen und mit Wertschätzung sowie im Dienst an der Einheit mit allen Haupt- und Ehrenamtlichen zusammenzuarbeiten und dabei dem Bischof gegenüber loyal zu sein.
In seiner Predigt fragte Bischof Manfred Scheuer: „Wozu ist kirchliche bzw. pfarrliche Arbeit gut? Damit ihr anderen nützt, damit ihr sie aufbaut. Damit Gott gelobt wird und damit mehr Liebe, Freude und Gemeinschaft in die Welt kommt.“
Christ:innen seien „Mitliebende Gottes in dieser Welt“, betonte Scheuer und dankte allen, die haupt- und ehrenamtlich die Pfarre Linz-Süd lebendig halten.
Pastoralvorständin Elisabeth Greil betonte, dass der Pfarrvorstand trotz herausfordernder Rahmenbedingungen „an eine Zukunft glaube, in der Kirche weiterhin relevant sein wird“.
Verwaltungsvorstand Peter Roland unterstrich die Bedeutung eines guten, wertschätzenden Miteinanders. Verwaltung solle der Seelsorge, Gemeinschaft und Begleitung dienen, denn: „Sie sind das Herz unserer Pfarre“, so Roland.
Im veränderten Zeitgeist liege auch eine Chance, zeigte sich Pfarrer Thomas Schawinski überzeugt: „Wir wollen nach wie vor aus der Botschaft Jesu leben. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Nicht aus Macht, sondern aus Hoffnung. Nicht aus Angst vor dem Weniger, sondern aus Vertrauen in das Wesentliche.“
Unzählige Engagierte aus allen Orten der Pfarre trugen dazu bei, dass die Amtseinführung zu einem gelungenen Fest wurde. Ob bei der Vorbereitung der Agape, bei der musikalischen Gestaltung des Festgottesdienstes, als liturgischer Dienst oder als helfende Hand im Hintergrund: Jedem Beitrag gilt ein ganz großer Dank! Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, dass die Amtseinführung zu einem starken Lebenszeichen der Pfarre Linz-Süd geworden ist.