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Tue 08.09.26

Gruß an die Jugend

Herr Pfarrer Dr. Gerhard M. Wagner richtet einmal in der Woche persönliche Worte an die Jugend der Pfarre und die gesamte Pfarrgemeinde.

Meine lieben Jugendlichen!

 

Ich glaube schon, dass die Zeit, die wir jetzt gemeinsam beim Planungswochenende in Obertraun verbracht haben, eine sehr fruchtbare Zeit gewesen ist. Ich weiß es zu schätzen, dass Du Dir als Jungscharführer oder Jugendaktivist dafür auch Zeit genommen hast. Dabei bin ich mir bewusst, dass mancher, der gerne dabei gewesen wäre, nicht dabei sein konnte. Tatsächlich leben wir in einer Zeit der vielen Möglichkeiten und Angebote. Da sind die einen auf Praxis im Ausland, während die anderen auf Ausflug oder auch mit der Familie unterwegs sind. Und dann gibt es auch jene, die zu wenig konsequent in der Kirche dabei sind. Sie haben zwar eine Aufgabe in der Pfarre übernommen, nehmen ihre Verantwortung aber oft zu locker. Vielleicht sind sie vom Glauben nicht ganz überzeugt, erst recht nicht davon, dass wir alle den Glauben weitergeben, leben und im Alltag umsetzen müssen. Für den, der vom Glauben der Kirche nicht überzeugt ist, wird immer alles andere wichtiger sein.

 

So haben wir wieder für das kommende Jahr vieles überlegt und geplant. Nicht nur dass wir verschiedene Termine gefunden haben, war wichtig, sondern dass wir uns auch Gedanken darüber gemacht haben, was ansteht und getan werden muss, was jeder auch zu tun hat. So bin ich für das, was ich als Dienst übernommen habe, auch wirklich verantwortlich. Dabei wissen wir alle, dass es das Leben selber ist, dass wir nur im Glauben schaffen und bewältigen können. Nur der, der imstande ist, sein Leben zu Gott zu erheben, wird auch jenen weiten Horizont fassen, den das Leben selber fordert. Das Evangelium, das die Kirche uns schenkt, ist Wahrheit. Es ist eine Wahrheit, die uns frei macht (vgl. Joh 8,12) und die uns auch den Frieden im Herzen schenkt. Sich Zeit nehmen für Gott, muss immer schon auch Teil dessen sein, was wir für den andern tun. Wenn wir heute für unsere Kinder etwas tun und uns für sie einsetzen, oder auch für die Jugend, dann muss das auch mit dem Segen Gottes geschehen. Müssen wir nicht auch nach dem fragen, was der Wille Gottes ist? Was möchte Gott von uns, dass wir tun? Immer wieder und sehr schnell ist auch die Kirche in Gefahr, dass sie für das Organisatorische sorgt und der spirituelle Hintergrund zugleich immer mehr verschwindet. Vielerorts ist der Mensch zum Macher geworden, der alles kann und doch so vieles nicht schafft. Mit der Hilflosigkeit im eigenen Leben muss jeder von uns auch fertig werden!

 

So dürfen wir aber auch nicht vergessen, dass wir nur in der Gemeinschaft stark sind. Wir brauchen einander: der Priester die gläubigen Laien und die Laien den Priester. Wer heute für die Zukunft plant, muss sich auch klar werden, wen er ansprechen und einladen will. Wenn ich heute etwas plane, aber dann nur mich selber sehe und nicht den andern im Blick habe, werde ich scheitern. Christen müssen stets an der Seite des andern stehen, wie das Mutter Teresa mit ihrer Lebenshingabe gezeigt hat, worüber wir am letzten Samstag in Obertraun bei der Abendmesse nachgedacht haben. Wir brauchen einander und sind dankbar füreinander. An dieser Stelle möchte ich mich auch bedanken für alles, was beim Planungswochenende an Beziehung möglich war. Ich habe schon den Eindruck, dass im Großen und Ganzen jeder mit jedem kann. So trifft man sich auch gerne und kommt mit Freude zusammen.

 

Dabei ist die Jugendstunde an jedem Samstag um 19.00 Uhr ganz wichtig. Das Programm, das da im Pfarrheim oder auch anderswo abläuft, ist sehr verschieden. Es geht um Lebensfragen, wie es ebenso um Glaubensthemen geht. Aber auch viel Lustiges ist dabei. Für jeden ist etwas dabei, und jeder wird sich über dieses Programm freuen können. Mit dem Jugendstart am Samstag, 26. September, um 16.00 Uhr geht es los. Und wenn Du dann verlässlich mitmachst, dann wirst Du sehr schnell erleben, wie gut eine Gemeinschaft tut, die getragen ist von Glauben, Wertschätzung und Humor. Wenn jemand von mir etwas braucht, bin ich gerne für ihn da (0676/87765477) – ein Anruf genügt, und wenn ich nicht sogleich abheben kann, rufe ich zurück.

 

Mit lieben Grüßen und gute Wünschen am Beginn eines neuen Arbeitsjahres

Euer Pfarrer Dr. Gerhard M. Wagner

 

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