Gruß an die Jugend
Meine lieben jungen Freunde, verehrte Leser im Internet!
Zunächst möchte ich allen Jugendlichen sehr herzlich danken, die mit der ganzen Pfarre am Festtag Fronleichnam die hl. Messe mitgefeiert und an der Fronleichnamsprozession teilgenommen haben. Danke jenen Jugendlichen, die die Marienstatue und die Leuchter getragen haben. Schade, dass sich nur vier Jugendliche zum Bannertragen bereiterklärt haben. In der Zwischenzeit habt Ihr wahrscheinlich auch gehört, dass der Papst gerade in Spanien unterwegs ist und dort auch am letzten Sonntag die Fronleichnamsprozession gehalten hat. Die Ansprache, die der Papst dabei gehalten hat, war ganz toll und sollte von allen Pfarrangehörigen gelesen werden, damit wir die Bedeutung der Eucharistie immer besser verstehen, aber auch die Wichtigkeit der Fronleichnamsprozession erfassen können. Ebenso möchte ich noch auf die Begegnung des Papstes mit den Jugendlichen auf der Plaza de Lima in Madrid hinweisen, wo Papst Leo XIV. sechs Fragen zu seinem geistlichen Weg, seiner Zeit als Missionar in Peru, zur Unterscheidung der Stimme Gottes und zum Auftrag junger Christen in Kirche und Gesellschaft beantwortet hat. Auf die Frage nach der Suche nach Gottes Stimme nannte Leo XIV. drei Wege: die Stille, das Gebet und das Hören auf Christus, das lebendige Wort Gottes: „In der Stille begreifen wir, dass Ideologien vergehen, während die Wahrheit bleibt“, sagte er. Zugleich erinnerte er daran, dass „Gott eure Stimme gut kennt: Er hört euch und wird euch antworten“. Den jungen Menschen empfahl der Papst, ihren Glauben vor allem durch das eigene Leben weiterzugeben: „Vor dem Herrn sind wir stets Jünger“. Christen seien „immer Zeitgenossen, aber niemals Gefangene der Zeit“, denn ihre Freiheit gründet in Christus.
Und dann haben wir uns am letzten Freitag um 7.00 Uhr früh in unserer Pfarrkirche eingefunden, um gemeinsam die Frühmesse zu feiern. Und dann ging es mit dem Zug über Linz und Wien zum Stadtwochenende nach Györ in Ungarn. Györ ist eine sehr schöne Stadt mit 130.000 Einwohnern. Sie wird oft als barockes Juwel bezeichnet und ist ein malerisches Reiseziel. Györ, eine westungarische Metropole, liegt auf halbem Weg zwischen Wien und Budapest. Die Innenstadt ist Fußgängerzone mit vielen Barockgebäuden, aber auch prunkvollen Palästen und kleinen, verwinkelten Gassen. Györ ist auch die „Stadt der Flüsse“, denn sie liegt am Zusammenfluss von Raab, Rabnitz und Moson-Donau. Den Uferpromenaden entlang haben wir auch einen gemütlichen Spaziergang unternommen. Neben der beeindruckenden Kathedrale und der Bischofsburg auf dem Kapitelhügel prägen zahlreiche Kirchen das Stadtbild wie die Karmelitenkirche, wo wir das Abendlob am Samstag gesungen haben, aber auch die Benediktkirche, wo wir zwei Mal die Hl. Messe gefeiert haben. Und den Rosenkranz haben wir im Grünen gebetet, was doch für viele auch ein Erlebnis gewesen ist.
Dass dieses Stadtwochenende in Ungarn mit 27 Teilnehmern möglich wurde, verdanken wir der Vorbereitung von Christoph Gössweiner, der ein Superprogramm erarbeitet hat, für das und seine Ausführungen wir ihm sehr herzlich danken möchten. Für die wichtigsten Denkmäler der Stadt hatten wir für eine Stunde einen Stadtführer, der sehr interessant von Györ berichten konnte. Auch sind wir immer wieder in Restaurants zugekehrt, um uns zu stärken. Da war dann auch für Gemütlichkeit gesorgt. Von der Gemeinschaft der Jugendgruppe hatte ich generell einen guten Eindruck, sodass doch die meisten auch miteinander ins Gespräch kamen. Dass drei Tage mit der Jugend unterwegs sein auch für die Jugendlichen bedeutet, ebenso etwas dazuzulernen, steht ebenso außer Zweifel, sodass ich mit Zuversicht in die Zukunft unserer Pfarrjugend blicke und hoffe, dass auch das spirituelle Niveau in den Herzen der Einzelnen noch größer wird.
Nun feiern wir am kommenden Freitag um 20.00 Uhr in unserer Kalvarienbergkirche das Herz-Jesu-Fest, zu dem wir auch unsere Pfarrjugend einladen. Um 19.30 Uhr treffen uns am Fuß des Kalvarienberges, beten auf dem Weg zur Kirche den Herz-Jesu-Rosenkranz und feiern dann die Abendmesse zu Ehren des Heiligen Herzens Jesu. Und um 21.00 Uhr wird dann das Herz-Jesu-Feuer entzündet, um das herum wir uns auch gemütlich versammeln. Für das leibliche Wohl ist da bestens gesorgt. Zuvor gibt es noch den eucharistischen Segen über das Tal und alle Menschen, die da wohnen.
Darüber freut sich
Euer Pfarrer Dr. Gerhard M. Wagner
