Sonntag 9. Dezember 2018
Pfarre Weyregg am Attersee

KIRCHEN, KAPELLEN UND GESCHICHTE

 Die Pfarrkirche zum Hl. Valentin

 

 

Die drei "kleinen Pfarrl", Weyr, Steinbach, und Unterach wurden 1372 an die Pfarre "St. Jörgen zu Lohen" ( St. Georgen i. A.) angeschlossen.

So können wir mit Recht die Jahreszahl 1372 zum Anlass der "kleinen Pfarre" Weyregg nennen. Denn um diese Zeit war Weyregg schon ein kirchlicher Sprengel mit einem Seelsorger, wenn dieser zunächst auch nur als Vikar (Vertreter) in der Pfarre von St. Georgen tätig war.

Um 1590 wurde Weyregg dann von St. Georgen abgetrennt, die Seelsorger galten aber noch immer als Vikare, bis Weyregg 1891 unter Pfarrer Michael Dobler eine eigenständige Pfarre wurde.

 

                                                

 

Die Weyregger Kirche, die dem hl. Valentin geweiht ist, entstand aus einem kleinen spätgotischen Bau. Von diesem blieb nur das Presbyterium (Altarraum) erhalten. In den Jahren 1931/32 wurde das Kirchenschiff in vergrößerter Form neu aufgebaut, und auch der Turm stammt aus dieser Zeit. Das gotisierende Kreuzrippengewölbe des Langhauses unterscheidet sich durch seine einfache symmetrische Struktur deutlich von den spannungsgeladenen asymmetrischen Gewölben aus dem Mittelalter, wie wir sie aus anderen Kirchen des Attergaues kennen. Altarraum mit neugotischem Hochaltar, in den Gewölbefeldern moderne Seccomalerei (1952) von Karl Weiser; an den Seitenwänden die spätgotischen Statuen der hl. Sebastian (links) und Valentin (rechts), vermutlich aus der Schule des Lienhart Astl. Die Mondsichlmadonna (wohl gotisch, aber barock überarbeitet) ist von unbekannter Provenienz.

 

Renovierungen und Umbauten

Im Jahr 1972 wurde das Gotteshaus erneuert. Im Zuge dieser Arbeiten stieß man auf Grundmauern, die wahrscheinlich aus dem Jahr 1485 stammen. Es dürfte sich damals schon um ein gemauertes Kirchlein gehandelt haben, das ein hölzernes Kirchlein abgelöst hatte, mit kleinen Rundbogenfenstern, einer rechteckigen Altarnische, mit Steinplatten als Boden und Holzschindeln als Bedachung. Hinter einer Quermauer kamen auch Gebeine zum Vorschein, die sicherlich vom seinerzeitigen Friedhof stammen.

Dann ist vor allem die Vergrößerung der Kirche zu nennen. Im November 1931 wurde ein Anbau von acht Meter Länge begonnen und war im September 1932 fertig. Noch im selben Jahr wurde auch der Turmbau in Angriff genommen, der 1933 vollendet war.

Nach dem Turmbau wurden die kleinen alten Glocken vom Dachreiter in die neue Glockenstube hinauf gezogen, die für ein großes Geläute berechnet war. Dieses wurde unter Pfarrer Matthäus Hofer bei der Wiener Glockengießerei Pfundner angeschafft. 1936 geweiht, musste es schon 1940 zu Kriegszwecken abgeliefert werden. Wie durch ein Wunder wurde das kupferne Turmdach vor demselben Schicksal bewahrt. Das heutige Geläut wurde in Abschnitten von 1947 bis 1958 in der oberösterreichischen Glockengießerei St. Florian angeschafft. In derselben Zeit wurde die Kirche innen und außen renoviert. Die Wand- und Deckengemälde, wie Kreuzweg und Herz-Jesu-Altar, wurden vom Salzburger akad. Maler Prof. Karl Weiser geschaffen.

1972 wurde die Pflasterung des Altarraums erneuert. Es gab neue Fenster und Fensterscheiben. Die Entwürfe stammen von Herrn Prof. Karl Weiser. Die liturgischen Einrichtungen wurden auch erneuert. Auch der neugotische Hochaltar besaß an sich keinen eigentlichen Kunstwert und war stark vom Holzwurm befallen, sodass es gerechtfertigt und naheliegend war ihn abzutragen. Im Juni 1972 feierte man auch "600 Jahre Pfarre Weyregg". 1993 erhielt Weyregg von der Pfarre Radfeld einen neugotischen Altar als Leihgabe. Dieser wurde 2004 der Pfarre geschenkt.

 

 

 

 

Die Gahbergkapelle

 

 

Auf dem 864m  hohen Gahberg, wurde um 1700 eine Holzkapelle errichtet, die 1951 nach einem Blizschlag niederbrannte. Noch im selben Jahr begann man mit dem Wiederaufbau der Kapelle, die bis 1971 im Besitz der politischen Gemeinde war.

 

Der kleine neugotische Holzaltar stammt aus der Weyregger Pfarrkirche und war der Vorgänger des heutigen rechten Seitenaltars. Sein Altarbild ist eine Nachahmung des Allerheiligenbildes von Albrecht Dürer im Kunsthistorischen Museum in Wien und wurde 1953 vom Maler Heinrich Doubrava aus Linz angefertigt.

 

 

1986 wurden das Eternitdach und die Plattenfassade durch Lärchenschindel ersetzt.

 

 

Die Pfarre Weyregg unternimmt dreimal jährlich eine Wallfahrt auf den Gahberg:

  • Am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem sog. Schauerfreitag (Schauer=Gewitter)
  • am Dreifaltigkeitssonntag
  • am 10 Juli, dem fest der hl. Amalia und Gelöbnistag der Pfarre Weyregg

                                                 

Der Legende nach gelobten die Bewohner von Weyregg alljährlich eine Bittprozession auf den Gahberg abzuhalten, nachdem in sieben aufeinander folgenden Jahren die Ernte durch schwere Unwetter und Hagel vernichtet worden  war.                                                                                                                              

Pachlerkapelle                                                           

                                                 

 

Am 29. September 1742 ertranken beim Untergang einer Plätte 88 Menschen aus Weyregg. Etwa 100 Menschen befanden sich auf dem Schiff, sie waren auf dem Weg zur alljährlichen Wallfahrt. Da brach auf der Höhe von Steinbach der Boden der Plätte durch und die Menschen, die sich in Panik aneinander klammerten, versanken in den Fluten.

 

Als sich 1992 dieser Unglückstag zum 250. Mal jährte, errichteten die WeyreggerInnen in vorbildlicher Zusammenarbeit auf einem Grundstück der Theresia Pachler diese Gedächtniskapelle mit einem Votivbild der sinkenden Plätte.

                         

Simon-Peter-Kapelle

 
Der Besitzer Georg Renner erzählte die Entstehungsgeschichte der Kapelle aus seinen Kindheitserinnerungen.
 
Als die Bauersleute in der Nähe ihrer Arbeit nachgingen, ließen sie ihr Kind im Kinderwagen stehen. Ein großer Strohhaufen daneben sollte ein zusätzlicher Schutz sein. Als sie nach getaner Arbeit nach ihrem Kind sahen, entdeckten sie voller Schreck, dass sich eine Schlange um den Hals des Kindes geschlungen hatte. Es gelang ihnen die Schlange mit einer Schale Milch weg zu locken und damit das Kind zu retten.
Aus Dankbarkeit wurde 1890 die Kapelle errichtet.
 
Die Kapelle wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, jedoch von einem Herrn Gasteiger wieder hergestellt.
 
                                                                                           

 

 

 

 

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GR Mag. Janusz Zaba
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Pfarrer
 Beate Gaigg
Beate Gaigg
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Pfarre Weyregg am Attersee
4852 Weyregg am Attersee
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