Gedanken zum Evangelium
'Herr zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.' (Joh 6,68)

Gedanken zum Tagesevangelium:
'... und die Wahrheit wird euch befreien.'
Freiheit ist ein hohes Gut. Wir spüren gerade jetzt, wie schnell sie aber auch bedroht sein kann. Vieles, was allzu selbstverständlich war, ist zur Zeit nicht möglich. Gut, dass dies kein Normalzustand ist und wir darauf vertrauen können, dass die Einschränkungen wieder rückgängig gemacht werden können. Sind wir dann auch wirklich wieder frei oder werden uns wieder andere Vorgaben bestimmen? Wie erleben wir dann Freiheit, wenn sich dann der Terminkalender wieder fühlt und sich ein Treffen an das andere reiht, wenn wir mehr vom 'Haben' als vom 'Sein' beherrscht werden und wir wieder von anderen Sorgen und Ängsten eingeholt werden? Vieles wird uns diese neugewonnene Freiheit wieder nehmen.
'Die Wahrheit wird euch befreien', so heißt es im Evangelium von heute. Welche Wahrheit ist damit gemeint? Für Jesus gibt es nur eine Wahrheit und das ist eindeutig seine Botschaft. Mit seinen Worten und Taten hat er für uns Menschen einen Weg aufgezeigt, der uns lehrt, wie Menschsein geht. Versuchen wir diesen Weg nachzugehen, so sind wir auf dem Weg der Wahrheit, die uns zur Freiheit führt. 'Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger.' In seinem Wort bleiben das ist der Weg der Liebe!
'Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf.' (1 Kor 13, 3 - 8a)
Jesus gibt uns tatsächlich das Leben, das sich wirklich lohnt. Bei aller Schwachheit gehören wir jetzt auf die Seite Jesu. Wir dürfen Erlöste sein, die in Jesus geborgen sind für Zeit und Ewigkeit.
Tagesevangelium vom 01. April 2020:
'In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger.Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien. Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus. Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet. Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham. Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt. Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott. Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.' (Joh 8, 31 - 42)
Text: Katharina Mayr-Jetzinger / Bild: Pixabay