Priesterweihe in der Welser Stadtpfarrkirche - Feierwochenende
Bischof Scheuer betonte in seiner Ansprache, dass es als Priester die Liebe zu Gott und die Liebe zum Menschen benötige. Gott sei ein Freund des Lebens und die Vita des Heiligen Franz von Assisi ein Programm der Freiheit. Eine Bettelexistenz bedeute anders zu leben, besonders in der heutigen Zeit einen anderen Lebensstil zu entwickeln oder zu führen. Frei für viele andere Dinge zu sein. Hin- und Zuzuhören auf die vielen Zwischentöne des Lebens der Mitmenschen. Er wünschte dem Neopriester Gottes Segen für sein Wirken und bat die Gläubigen um deren Gebet für den Jungpriester.
Für die samstags am Nachmittag in die Kirche Gekommenen war es eine äußerst seltene Gelegenheit so nah bei einer Priesterweihe dabei sein zu können. Ebenso selten ist es soviele Priester und Mönche in der Stadtpfarrkirche versammelt zu sehen. Natürlich war der Provinzialminister der Franziskaner P. Fritz Wenigwieser, Stadtpfarrvikar Niko Tomic, Abt Maximilian und der Prior P. Jakob vom Stift Lambach und viele weitere Mitbrüder des Neopriesters bei der Weihe anwesend.
Eine optische Umrahmung bildeten die Fahnen und Chargierten seiner Studentenverbindung der K.Ö.St.V. Traungau zu Wels, der Sternkorona zu Hall und seiner Hochschulverbindung Carolina zu Graz. Im Anschluss an die Priesterweihe gab es eine Agape im Pfarrzentrum und viele beglückwünschten Bruder/Pater Adam zu seiner Berufung und wünschten ihm alles Gute in seinem Wirken.
Primizfeier
Am Sonntag, den 5. Juli feierte P. Adam seine erste Messe - seine Primiz - mit den Gottesdienstbesuchern um 10:30 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Wieder sind seine Familie, Verwandte und viele Gläubige gekommen und feierten gemeinsam mit ihm seine erste Messe als Neopriester. Über der Freude lag auch ein Moment des Gedenkens an seinen vor wenigen Tage verstorbenen Vater, einer Tante und einem Ordensmitbruder.
Die Messe wurde musikalisch von einer Singgruppe unter der Leitung eines Mitbruders gestaltet. In der Primizpredigt ging sein Mitbruder darauf ein, dass er aufgrund seiner bisherigen Lebenserfahrung Vieles mitbringe für sein Wirken als Mönch und Priester.
P. Adam dankte am Ende Allen für das Mitfeiern, die Segenswünsche, die Gastfreundschaft der Stadtpfarrkirche, lud zur Agape und spendete seinen Primizsegen allgemein und wer wollte auch persönlich im Anschluss der Messe. Wir wollen für P. Adam beten - besonders jetzt zu Beginn - wie Pfarrvikar Niko Tomic aufforderte, als er seine Worte an ihn richtete.
Text und Fotos: Markus Oppitz, Stadtpfarrkirche Wels