Verhört. Geleugnet. Gekreuzigt. Gestorben.
Diese Worte müssen erst einmal sacken.
Wie fühlt es sich an, einen geliebten Menschen zu verlieren? Einen Freund, eine Freundin? Was bleibt – oder ist das vielleicht das Ende? Viele Fragen schießen einem durch den Kopf, wenn man an den Tod Jesu denkt. Auch heute noch.
Am Nachmittag versammelten sich – trotz des unbeständigen Wetters – knapp 100 Gläubige zur Kreuzwegandacht am Kalvarienberg. Gemeinsam gingen sie symbolisch ein Stück des Leidensweges mit Jesus. Gebete, Impulse und Meditationen luden zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln ein – denn Leiden ist kein Phänomen der Vergangenheit.
Auch die Karfreitagsliturgie am Abend war gut besucht. Zum zweiten Mal in dieser Woche wurde die Passion verlesen, diesmal nach Johannes. Die Kreuzverehrung und die anschließende Möglichkeit zur Anbetung boten Raum für Trauer, Ehrung und stille Reflexion. Ganz still war es – ohne Orgel, ohne Glocken. Und doch: Auch das sollte sich bald wieder ändern …
Gemeinsam durch das Dunkel
Der Tod eines geliebten Menschen kann tief erschüttern. Es ist völlig in Ordnung – und ein Zeichen von Stärke –, sich in schweren Zeiten Unterstützung zu holen. Ob man sprechen oder einfach schweigen möchte: Die Diözese Linz bietet persönliche Begleitung und Trauerhilfe an.
Weitere Informationen finden Sie hier1.
Text: Maximilian Staflinger, Fotos: Heidemarie und Maximilian Staflinger
1Diözese Linz - Trauerhilfe: https://www.dioezese-linz.at/trauerhilfe