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Inhalt:

Ihr seid das Salz der Erde; das Licht der Welt

Auslegung zu Matthäus 5,13-16 am Ende der zweitägigen Wallfahrt nach Maria Puchheim 5.6.2026, Stefanie Seiler

 

Liebe Mitgehende und Angereiste,

 

Salz und Licht, diese zwei Symbole haben uns auf unserem Weg begleitet. Es sind bekannte Symbole, die uns tagtäglich unterkommen.

Das Salz beim Essen, wenn uns die Würze fehlt – das Licht, wenn es dunkel wird und wir es brauchen um auch in der Dunkelheit zu sehen.

Beides – Salz und Licht – sind Dinge, die wir erst dann so richtig bemerken, wenn sie fehlen.

Salz hat für uns in Österreich eine große Bedeutung, gerade in Oberösterreich war und ist Salz einer der wichtigsten Bodenschätze. Zahlreiche Arbeitsplätze wurden mit Salz geschaffen, man denke da nur an den Transport an der Traun.

Wenn Jesus nun also zu uns sagt: Ihr seid das Salz der Erde, dann hat das auch für uns einen Bezug.

Zu Jesus Zeit schon war Salz wichtig und es ist es auch noch heute. Salz hat seine Bedeutung nicht verloren. Wir brauchen es jetzt genauso noch wie vor 2000 Jahren.

Wenn wir also heute hören, dass es den Wert verliert, wenn es den Geschmack verliert, dann dürfen wir uns fragen, wo unser Salz – unser Geschmack – dass was uns Jesus Christus mitgegeben hat – spürbar und erfahrbar wird. Quasi: Wo schmeckt es? Wo lässt sich unser Tun und Handeln schmecken?
 

Ähnlich ist es mit dem Licht.

 

Auch beim Licht bemerken wir erst, wie wichtig es ist, wenn wir es plötzlich nicht mehr haben. Jeder der am Abend schon mal einen Stromausfall hatte und mit einem Male im Dunkeln saß, wird wissen, was es heißt, förmlich im Dunkeln zu sitzen. Es fehlt die Orientierung und manchmal kommt mit der Dunkelheit auch vielleicht Angst – man fühlt sich unsicher und alleine.

Wer die Nachrichten liest, wird sich vielleicht manchmal auch so wie im Dunkeln fühlen. Krieg, Mord, Verbrechen – alles erscheint schlecht und furchtbar. Als Christen ist es, so denke ich, unsere Aufgabe zu zeigen, dass auch viel Gutes geschieht. Wir dürfen das Gute hinaustragen und aufzeigen. Das Gute ist oft leiser und wird übersehen, doch wir sollen ein Licht sein in der Dunkelheit. Viele Menschen helfen, sind für andere da, bauen an einer Gemeinschaft – alles ohne große Schlagzeilen. Das dürfen wir auch hochhalten und nicht unter den Scheffel stellen. So soll unser Licht vor den Menschen leuchten, wie es Jesus sagt.

Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt.
Worte, die uns daran erinnern, dass die Botschaft Jesu nichts an Bedeutung verloren hat und uns die Zuversicht geben können, darauf zu vertrauen, dass wir alle gemeinsam am Reich Gottes weiterbauen können um Salz der Erde, Licht der Welt zu sein.

 

Stefanie Seiler, Seelsorgerin

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