Der Kreuzweg
Erwin Burgstaller: "Ich habe das Thema nicht in der herkömmlichen Form von isolierten Einzelstationen behandelt, sondern führe, um dem komplexen Inhalt der Leidensgeschichte gerecht zu werden, die Abfolge der Ereignissequenzen in einem durchgehenden Fries zu einem chronologischen Zusammenhang.
Die anfangs dynamische und dichte Handlung wandelt sich im Mittelteil zu einer beruhigten, zeichenhafteren Formensprache.
Der Gekreuzigte bildet durch Formatwechsel und gesteigerte plastische Gestaltung den inhaltlichen und formalen Höhepunkt.
Gesteigert wird die Dramaturgie des Geschehens dadurch, dass die Gesamtform des Reliefs die Form eines großen, liegenden Kreuzes zeigt.
Die strikte symmetrische und lineare Gestaltung des Auferstandenen bildet den Abschluss mit der Reduktion auf das Wesentliche: "Ich bin die Auferstehung und das Leben!""
Auch hier hat die Darstellung des nackten Jesus für Irritationen bei manchen Mitgliedern der Pfarrgemeinde gesorgt.