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Pfarrgemeinde Vöcklamarkt
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Pestsäule im Kirchenpark

Die alte Pestsäule vom Feilbach ist wohl eines der ältesten Glaubenzeugnisse unserer Pfarre. Im Lauf der Zeit ist sie aber in ein Betriebsgebiet geraten und war so bereits seit Jahren kaum noch erreichbar. Vielen Menschen der Pfarre, besonders jenen aus den westlichen Pfarrgebieten, wo es am ehemaligen Kirchenweg stand, ist dieses Marterl ein Anliegen. Nun wurde das Denkmal saniert und beim westlichen Zugang zum Kirchenpark neu aufgestellt. Der neue Standort soll auf seinen alten Platz am Kirchenweg aus westlicher Richtung verweisen.

 

In den Jahren 1649 und 1714 grassierte in Vöcklamarkt die Pest. Es gab viele Todesopfer zu beklagen. Zeitweilig war der Markt abgeriegelt und es war bei Todesstrafe verboten, infizierte Orte zu betreten oder zu verlassen. Zum Ende von Pestepidemien wurden gerne Pestdenkmäler als Dank für die Erlösung von der Seuche errichtet. Eines dieser Denkmäler dürfte laut mündlicher Überlieferung unsere „Pestsäule“ sein, wie sie im Volksmund genannt wird. Es ist aber leider nicht bekannt, anlässlich welcher Pest sie errichtet wurde, ob 1649, 1714 oder gar ein anderes Mal.

 

Am 14. Mai 2021 wird das Marterl im Rahmen der abendlichen Maiandacht dem Hl. Franz von Assisi geweiht. Wenn auch kein Pest-Heiliger im eigentlichen Sinn, weiß man vom Hl. Franz, dass er Kranke und Aussätzige pflegte. Daneben ist er Patron des Umweltschutzes und der Ökologie. Beide sind heute wichtiger denn je für den Erhalt des Lebens auf unserer Erde.

 

Besonderer Dank gebührt:

  • Familie Gerhard und Claudia Lohninger, in deren Eigentum sich die Pestsäule befand und die eine Versetzung in den Kichenpark angeboten und gestattet haben.
  • Frau Brigitte Armbruckner für das von ihr so schön gemalte Bild des Hl. Franz.
  • Anton Durchner und Karl Kramer vom Heimatverein Vöcklamarkt-Pfaffing-Fornach für die Organisation und die Durchführung der Sanierung und Übersiedelung der Bildsäule.
  • Anton Nussbaumer vom Tourismusverband Vöcklamarkt für die Finanzierung der Sanierung.
  • Gerhard Steiner und dem Bauhof der Gemeinde Vöcklamarkt für den Transport des Marterls und die Durchführung der Kranarbeiten. 

Die Sanierung des Marterls erfolgte durch den aus Vöcklamarkt stammenden Bildhauer und Restaurator Josef Weninger, Weißenkirchen.

 

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