Text zum 4. Sonntag in der Osterzeit
So vermittelt es ja auch das Bild, das ich diese Woche für Sie und euch ausgemalt habe, man hat romantische Landschaften, in denen der Hirte, der sich liebevoll um die ihm anvertraute Herde kümmert, zu sehen ist, die wesentliche Aussage des Bildes der Selbsthingabe bis zur letzten Konsequenz, das Jesus damit zum Ausdruck bringt, oft reichlich verharmlosend transportiert.
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Das hilft uns freilich gegenwärtig wenig. Ist uns doch zum einen derzeit alles andere als „idyllisch“ zumute und zum anderen verstellt diese Deutung des Hirtenbildes die Sicht auf das, was schon die frühen Christen erkannten: Jesus ist in allen Lebenslagen einer, der für uns ist, auch und gerade in Not, Resignation und Ungewissheit! Lothar Zenetti drückt dies so ausdrückt: „Was ich von Jesus halte, dass er mich hält. Was Jesus für mich ist, einer der für mich ist!“
Dieses Wissen war wohl auch der Grund dafür, dass die Urkirche von Anfang an Jesus als den guten Hirten figürlich und im Bild darstellte, noch lange, bevor das Kreuz zum „Logo“ unseres Glaubens wurde!
Dass wir diese Grundaussage unsers Glaubens nicht nur für wahr halten sondern an uns in den innersten Kern unseres Herzens heranlassen und IHN in seiner uns auf allen Wegen nachgehenden Fürsorge sowie mit seiner heilenden Kraft wirklich spüren, das ist mein dieswöchiger Wunsch für euch alle, aber natürlich nicht nur für diese Woche sondern für immer!
Ab 15. Mai nun wird es einen Hauch von kirchlicher Normalität unseres Pfarrlebens geben, freilich mit vielen Einschränkungen. Von Herzen freue ich mich darauf, dann mit euch zumindest wieder etwas regelmäßiger Begegnung halten zu können, die ihr unsere Pfarrfamilie bildet und mir so vertraut seid, besonders auch die Kinder! Sie möchte ich heute besonders herzlich grüßen und meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, auch euch bald wieder sehen zu können, um die Liebe zu Jesus, dem guten Hirten, die uns trägt und hält, egal welchen Alters wir sind, in uns allen wieder fester einzupflanzen!
Gott sei dein Hirt,
der dir das geben möge,
was du zum Leben brauchst:
Wärme, Geborgenheit und Liebe,
Freiheit und Licht –
und das Vertrauen zu Ihm,
zu deinen Mitmenschen
und zu dir selbst.
Auch in dunklen Zeiten
und schmerzlichen Erfahrungen
möge Gott dir beistehen
und dir immer wieder Mut und neue Hoffnung schenken.
In Situationen der Angst
möge er dir die Kräfte wecken,
die dir helfen, all dem,
was du als bedrohlich erlebst,
standhalten zu können.
Gott möge dich zu einem erfüllten Leben führen,
dass du sein und werden kannst,
wie du bist.
-Christa Spilling-Nöker nach Psalm 23
Im Gebet und in Gedanken mit Euch verbunden
Euer Pfarrer Markus Menner