Erntedankfest 2025
Abt em. Martin Felhofer feierte mit uns in der Pfarrkirche den Festgottesdienst. Die Erstkommunionkinder brachten mit geschmückten Fahrzeugen, Leiterwägen und Körben die Erntegaben in die Kirche und machten so sichtbar, wie reich beschenkt wir sind.
Ein herzliches Dankschön gilt der Landjugend St. Peter–Auberg, die die Erntekrone mit viel Liebe gebunden und geschmückt und uns anschließend zur Agape eingeladen hat.
Wir danken auch allen, die durch ihr Mitwirken und Mitfeiern zum Gelingen dieses schönen Erntedankfestes beigetragen haben.
Eine schöne "Brotgeschichte"...
Ich brauche noch Brot. Eine Schlange von Menschen vor der Brotabteilung des Einkaufszentrums. Endlich bin ich dran: "Ich brauche einen halben Laib vom Roggenbrot". Die Verkäuferin nimmt den Laib vom Regal und zeichnet mit Ruhe und Bedacht drei Kreuze auf dessen Unterseite und teilt ihn anschließend in der Schneidemaschine.
Ich bin sehr berührt, Tränen füllen meine Augen. Erinnerung an die Kindheit steigt auf. Damals war es selbstverständlich, das tägliche Brot dankbar und ehrfürchtig zu segnen. Seit vielen Jahren hab ich das weder gesehen noch selbst gepflogen.
"Warum haben Sie das gemacht?" fragte ich die Verkäuferin, die sich von den ungeduldigen Blicken nachdrängender Kunden nicht ablenken lässt.
"Ganz einfach. Das erste Kreuz dafür, dass ich diesen Teilzeit-Job bekommen habe. Wir brauchen diesen Zuverdienst notwendig.
Das 2. Kreuz dafür, dass ich in einem Land lebe, wo es genug, manchmal sogar zu viel von diesem Brot gibt.
Ja, und das 3. Kreuz dafür, dass ich privilegiert bin, die ‚Königin der Lebensmittel‘ zu verkaufen."
Woher sie diese wunderschöne Umschreibung des Brotes hatte, wollte ich sie nicht mehr fragen.
Ich weiß nur, dass mir diese Verkäuferin die wohl beste Predigt zur "Frucht der Erde und menschlichen Arbeit" geschenkt hat. Ich sage ihr und allen, die für unser tägliches Brot sorgen, ein aufrichtiges Vergelt’s Gott.